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Brandstiftung oder Klimawandel? Hunderte Festnahmen wegen Buschfeuern in Australien

Brandstiftung oder Klimawandel? Hunderte Festnahmen wegen Buschfeuern in Australien
Satellitenaufnahme eines Feuers in Victoria im Januar 2020
In Australien wüten verheerende Buschbrände. Die meisten davon werden durch Brandstiftung verursacht. Das steht wenigstens teilweise im Gegensatz zur medialen Darstellung, die mit Vorliebe den Klimawandel für die Katastrophe verantwortlich macht.

Australien wird seit Monaten von einer Welle verheerender Buschbrände heimgesucht. Seit Beginn der Brände im Oktober 2019 kamen dabei 25 Menschen ums Leben; über 2.000 Häuser wurden zerstört, etwa 106.000 Quadratkilometer sind verbrannt, das entspricht fast der Fläche der früheren DDR.

Laut einem Bericht der Zeitung The Australian wurden bislang 183 Menschen festgenommen, weil sie Brände in den Bundesstaaten New South Wales, Queensland, South Australia, Tasmanien und Victoria gelegt haben sollen. Der Wissenschaftler James Ogloff von der Swinburne University geht davon aus, dass etwa die Hälfte der Brände auf Brandstiftung zurückzuführen ist. 

In New South Wales wurden 24 Personen wegen Brandstiftung festgenommen. Ihnen drohen Haftstrafen von bis zu 25 Jahren. In Queensland wurden nach Polizeiangaben mehr als 100 Feuer gelegt, von den 98 Verdächtigen sollen 67 Jugendliche sein. Bereits am vergangenen Freitag berichtete der Sender 7News, dass die Polizei in New South Wales von Brandstiftung als Ursache der Katastrophen ausgeht.

Paul Read, Co-Direktor des Nationalen Zentrums zur Erforschung von Buschfeuern und Brandstiftung, erklärte gegenüber dem australischen Fernsehsender ABC News, dass 85 Prozent der Buschbrände von Menschen verursacht wurden:

Etwa 85 Prozent stehen im Zusammenhang mit menschlichen Aktivitäten, bei 13 Prozent ist es bestätigte Brandstiftung, bei 37 Prozent vermutete. Der Rest geht in der Regel auf rücksichtslosen Umgang mit Feuer zurück, oder sogar auf Kinder, die mit Feuer spielen.

Trotz dieser Zahlen werden die Buschbrände in der Berichterstattung auch hierzulande immer wieder mit dem Klimawandel in Verbindung gebracht, offenbar weil es so schön in den herrschenden Diskurs passt. Als BR24, die Nachrichtenseite des Bayerischen Rundfunks, in einem Tweet die Brände mit den hohen Temperaturen in Verbindung brachte, platzte dem Meteorologen Jörg Kachelmann am Montag der Kragen. Er schrieb:

Dass man hier sowas erwähnen muss, was die #Umweltsau noch in der Schule lernte (Vegetation brennt ab 200–250°), zeigt das ganze Elend der Debatte. Keine Ahnung, das aber laut und powered by völligen Schwachsinn via Medien – Bescheuerung, nicht Befeuerung.

Mehr zum Thema - "Wissensstand des Frühmittelalters" – Kachelmann kachelt gegen die Medien und deren Wettertipps

Für Waldbrände, so der Meteorologe in einem weiteren Tweet, brauche es zwei Dinge: Trockenheit und Brandstifter.

Nun wird die in Australien immer öfter herrschende Dürre wenigstens zum Teil tatsächlich mit dem Klimawandel begründet. Tatsächlich lässt sich der Einfluss des menschlichen Handelns in anderen Gebieten deutlicher ausmachen. So hat die großflächige Abholzung der vergangenen Jahre und Jahrzehnte die verbliebene Vegetation anfälliger für Waldbrände gemacht und wahrscheinlich auch zum Rückgang der Niederschläge beigetragen. 

Auch der Umgang mit den Buschfeuern seit dem Beginn der weißen Besiedlung vor über 200 Jahren hat zu dem Problem beigetragen. Die regelmäßige Feuerbekämpfung hat die Menge an brennbarer Masse deutlich erhöht. Wenn es heute brennt, dann in der Regel intensiver und länger als zu Zeiten, in denen die australischen Ureinwohner noch allein auf ihrem Kontinent waren und die auch damals regelmäßig auftretenden Buschfeuer für sich zu nutzen wussten.

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