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WikiLeaks: Hoher OPCW-Funktionär befahl Löschung "aller Spuren" eines abweichenden Berichts zu Duma

WikiLeaks: Hoher OPCW-Funktionär befahl Löschung "aller Spuren" eines abweichenden Berichts zu Duma
Die OPCW gerät immer mehr in Bedrängnis...
Die Enthüllungsplattform WikiLeaks hat weitere mutmaßliche interne OPCW-Dokumente veröffentlicht. Diese belegen, dass ein hochrangiger Funktionär den Befehl gab, alle Spuren eines Berichtes zu beseitigen, der die Geschichte vom "Giftgasangriff in Duma" in Frage stellt.

Es ist wohl ein weiterer Tiefpunkt für die bereits erschütterte Glaubwürdigkeit der Organisation für das Verbot chemischer Waffen (OPCW). Wie am 27. Dezember von WikiLeaks veröffentlichte Dokumente aufzeigen, hat die Führungspitze der OPCW alles daran gesetzt, die Spur eines abweichenden Berichts aus Duma, entfernen zu lassen, der den angeblichen Giftgasangriff im syrischen Duma im April 2018 nicht der syrischen Regierung anlastete, sondern als "Operation unter falscher Flagge" einordnete. 

In einer mutmaßlich geleakten internen E-Mail ordnete ein hoher OPCW-Funktionär im Februar 2019 an, den fraglichen Bericht, der nicht in das offizielle OPCW-Narrativ passt, aus dem Archiv des Dokumentenregisters der Organisation zu entfernen und "alle Spuren der Versendung, Lagerung etc. zu entfernen":

Bei dem fraglichen Dokument handelt es sich um ein technisches Gutachten, das vom OPCW-Inspektor Ian Henderson nach dessen Erkundungsmission in Duma im Nordosten von Damaskus im Zuge eines angeblichen Chlorgasangriffs mit Dutzenden Toten verfasst wurde. Westliche Politiker und Medien erklärten damals, syrische Regierungstruppen unter Präsident Assad seien für diesen Angriff verantwortlich.

OPCW-Inspektor Henderson erklärt in dem Dokument, dass die Beweise am Boden dem Szenario des Abwurfs aus der Luft widersprechen und dass die Zylinder von Hand hätten platziert werden können.

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Symbolbild: Ein OPCW-Mitarbeiter entsorgt Munition

In Anbetracht der Tatsache, dass das Gebiet unter der Kontrolle von regierungsfeindlichen Kräften stand, bestätigt die Mitteilung die Hypothese, dass die Dschihadisten die Szene inszeniert hatten, um westlichen Nationen einen Vorwand zum Angriff auf syrische Regierungstruppen zu liefern.

Der offizielle Schlussbericht der OPCW kommt jedoch zu dem Schluss, dass Damaskus hinter dem Vorfall steht. In den vergangenen Monaten tauchten aber immer mehr geleakte Dokumente und Aussagen von Informanten auf, die auf Manipulation und Verfälschung des Schlussberichtes hindeuten. Die OPCW-Führung wird unter anderem beschuldigt, Meinungen zurückzuhalten, die gegen die vom Westen bevorzugte Erzählung verstoßen, und eine irreführende Sprache zu verwenden, um zu verheimlichen, was die Inspektoren vor Ort tatsächlich vorgefunden haben.

Die geleakte E-Mail wurde von Sébastien Braha, dem sogenannten Kabinettschef der OPCW (ein Art Chefsekretär), verfasst. Ihre Authentizität muss noch abschließend bestätigt werden, aber die Organisation hat kein einziges der bisher geleakten Dokumente zu Duma als gefälscht zurückgewiesen.

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Ein weiteres Dokument, das ebenfalls am Freitag veröffentlicht wurde, beschreibt ein Treffen mit mehreren Toxikologie-Experten und deren Meinungen darüber, ob die Symptome, die bei den angeblichen Opfern des Angriffs gezeigt und berichtet wurden, mit einer Chlorgasvergiftung übereinstimmen. In dem Dokument heißt es: 

Die Experten stimmen in ihren Aussagen überein, dass es keinen Zusammenhang zwischen den Symptomen und einer Chlorgasbelastung gibt. Der leitende Experte verwies zudem darauf, dass das Ereignis ein Propagandamanöver gewesen sein könnte.

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