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WikiLeaks: Isländischer Fischereikonzern zahlte Schmiergelder, um namibische Ressourcen auszubeuten

WikiLeaks: Isländischer Fischereikonzern zahlte Schmiergelder, um namibische Ressourcen auszubeuten
(Symbolbild).
WikiLeaks veröffentlichte tausende Dokumente, die kriminelle Aktivitäten des zweitgrößten isländischen Fischereiunternehmens Samherji in Namibia belegen. Der Konzern soll Politikern Schmiergelder gezahlt haben, um bevorzugten Zugang zu den Fischgründen zu erhalten.

Namibische Behörden ermitteln nun in Zusammenarbeit mit internationalen Partnern gegen das Unternehmen. Jóhannes Stefánsson, ehemals Projektmanager des Fischereiunternehmens Samherji und zuständig für den Geschäftszweig in Namibia, veröffentlichte in Zusammenarbeit mit WikiLeaks über 30.000 Dokumente, die das gesetzeswidrige Verhalten Samherjis in Namibia entlarven. Die Dokumente umfassen E-Mails, interne Berichte, Tabellenkalkulationen sowie Präsentationen und Fotos, die aufzeigen, wie das Unternehmen Millionen von Dollar in namibische Politiker "investierte", um auf illegale Wege Zugang zu den Ressourcen des Landes zu erhalten. Rechte zur Hochsee- und Küstenfischerei werden legal ausschließlich vom namibischen Staat an Unternehmen erteilt.

Samherji nutzte laut den veröffentlichten Dokumenten ein geheimes Konto in Dubai, um Gelder an namibische Politiker zu überweisen. Darüber hinaus sprechen die Dokumente von ambitionierten Versprechen Samherjis, beim Bau von Infrastruktur mitzuwirken sowie Arbeitsplätze zu schaffen, die niemals eingehalten wurden. Stattdessen bemühte sich das Unternehmen, die erwirtschafteten Einnahmen schnellstmöglich über Steueroasen auf Zypern und Mauritius aus Namibia herauszuholen.

Jóhannes Stefánsson wird als Zeuge gegen seinen ehemaligen Arbeitgeber aussagen und auch der namibischen Polizei und den lokalen Behörden bei weiteren Ermittlungen assistieren. Er selbst äußerte sich zu den Aktivitäten Samherjis folgendermaßen:

Das ist eine kriminelle Aktivität. Ein organisiertes Verbrechen. Sie profitieren von den Ressourcen des Landes und nehmen all das Geld aus dem Land, um es woanders zu investieren; in Europa oder in den USA.

Er nahm auch zu seiner Rolle als ehemaliger Projektmanager des Geschäftszweiges in Namibia Stellung:

Ich habe das Gesetz im Auftrag von Samherji gebrochen, als ich dort war. Ich war der Mann, der Anteile und Beziehungen beschaffte – auf Anweisung meiner Dienstvorgesetzten.

Die namibische Regierung hat Ermittlungen in Zusammenarbeit mit internationalen Partnern gegen das Unternehmen eingeleitet. Samherji selbst äußerte sich zu den Vorwürfen und zu den Angaben Stefánssons gegenteilig und beschuldigte ihn, kriminelle Aktivitäten ohne Kenntnis der zentralen Geschäftsführung in Island durchgeführt zu haben.

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