icon bookmark-bicon bookmarkicon cameraicon checkicon chevron downicon chevron lefticon chevron righticon chevron upicon closeicon v-compressicon downloadicon editicon v-expandicon fbicon fileicon filtericon flag ruicon full chevron downicon full chevron lefticon full chevron righticon full chevron upicon gpicon insicon mailicon moveicon-musicicon mutedicon nomutedicon okicon v-pauseicon v-playicon searchicon shareicon sign inicon sign upicon stepbackicon stepforicon swipe downicon tagicon tagsicon tgicon trashicon twicon vkicon yt

Israel und USA fordern von Russland Rakete zurück

Israel und USA fordern von Russland Rakete zurück
US-Soldaten schauen auf das israelische Raketenabwehrsystem "David´s Sling" im Rahmen des gemeinsamen Manövers "Juniper Cobra" im März 2018.
Eine eigentlich verloren geglaubte Rakete sorgt gerade für Aufregung. Sie gehört zum israelischen Raketenabwehrschild "David's Sling" und wurde zusammen mit den USA entwickelt. Jetzt soll sie aber Russland haben, um ihre Geheimnisse zu entschlüsseln.

"David's Sling" ("Davids Schleuder"), ein gemeinsames Raketenabwehrsystem des israelischen und des US-Verteidigungsministeriums, wurde als bestes und technologisch fortschrittlichstes System angepriesen. Es kann nach Angaben von Rafael Advanced Defense Systems, dem israelischen Partner des Joint Ventures mit dem US-Rüstungshersteller Raytheon, "taktische ballistische Raketen, Mittel- bis Langstreckenraketen, feindliche Flugzeuge, Drohnen und Marschflugkörper" abschießen. Zusammen mit dem Iron-Dome-, dem Arrow- und dem Patriot-System rundet David's Sling die vielschichtige israelische Raketenabwehr ab.

Für die zweiten Parlamentswahlen im September präsentierte sich Benjamin Netanjahu auf riesigen Plakaten in Tel Aviv als großer Staatsmann und Freund von Wladimir Putin. Damit hoffte er, Stimmen der russischsprachigen Gemeinschaft für sich zu gewinnen.

Im Dienst der Israelischen Verteidigungsstreitkräfte (Israel Defense Forces, IDF) steht David's Sling seit 2017. Den ersten operativen Einsatz hatte das System im Juli 2018, als zwei aus russischer Produktion stammende Boden-Boden-Raketen (OTR-21 Totschka, NATO-Bezeichnung SS-21 Scarab) in Syrien abgefeuert wurden. Diese Raketen verfügen über einen Sprengkopf von 500 Kilogramm und können sogar mit einem nuklearen Sprengkopf bestückt werden.

Der IDF-Kommandostab befürchtete, dass es sich um einen syrischen Vergeltungsschlag für israelische Luftangriffe handeln könnte, und gab den Befehl zum Abschuss der beiden herannahenden Raketen. Doch bereits kurz nachdem die IDF ihrerseits Raketen abgeschossen hatten, errechnete das Computersystem von David's Sling, dass die aus Syrien kommenden Raketen israelisches Territorium nicht erreichen werden. Tatsächlich trafen sie dann auch Ziele in Syrien und nicht in Israel. Aus diesem Grund wurde die Selbstzerstörung der beiden israelischen Abfangraketen aktiviert, um keinen unverhofften Zwischenfall mit Syrien und womöglich Russland zu provozieren.

Eine der beiden Raketen detonierte planmäßig und fiel in den von Israel annektieren Golanhöhen herunter, bei der anderen gab es offensichtlich ein technisches Problem. Was genau passiert ist und weshalb die Selbstzerstörung nicht funktionierte, wollte die israelische Armee nicht bekannt geben. Man ging aber davon aus, dass die Rakete in Syrien zu Boden ging.

Offiziell verlor man jegliche Spur dieser zweiten Rakete. Nun berichtete das chinesische Nachrichtenportal SINA, dass syrische Armeeeinheiten die intakte Rakete geborgen und den russischen Alliierten übergeben haben. Demnach sei sie umgehend nach Moskau ausgeflogen worden, um sie zu untersuchen und ihre technologischen Geheimnisse zu entschlüsseln. Sowohl Israel als auch die USA sollen die russische Regierung aufgefordert haben, die Rakete zurückzugeben. Es wird befürchtet, dass Moskau die aus der Untersuchung gewonnenen Erkenntnisse nun dazu nutzen könnte, diese auch den Syrern oder Iranern zur Verfügung zu stellen.  

Mehr zum Thema - Ex-US-Außenminister Tillerson: Israel spielte Trump mit Lügen aus      

Folge uns aufRT
RT

Diese Webseite verwendet Cookies. Klicken Sie hier, um mehr zu erfahren

Cookies zulassen