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Demonstranten in Hongkong und Katalonien bekunden gegenseitige Solidarität

Demonstranten in Hongkong und Katalonien bekunden gegenseitige Solidarität
Bei einem Protest in Hongkong am 24. Oktober 2019 ist eine Flagge, die die Unabhängigkeit Hongkongs fordert, neben mehreren "Esteladas" zu sehen, der Flagge der autonomen Region Katalonien.
Am Donnerstag gingen Demonstranten in Hongkong wieder auf die Straße. Einige von ihnen kamen mit katalonischen Flaggen und der Forderung nach einem "gemeinsamen Kampf für die Freiheit". Die Unterstützung fand auch auf anderen Wegen Ausdruck.

In der chinesischen Sonderverwaltungszone Hongkong protestieren seit Monaten Millionen Menschen, zunächst gegen den von Regierungsschefin Carry Lam vorgeschlagenen Gesetzesentwurf über die Auslieferung mutmaßlicher Straftäter an die Volksrepublik. Doch inzwischen fordern einige Demonstranten die Unabhängigkeit.

In diesem Sinne teilen sie einige Gemeinsamkeiten mit den Demonstranten im Nordosten Spaniens, wo Befürworter der Unabhängigkeit Kataloniens erneut auf die Straße gingen, nachdem das Oberste Gericht sieben ehemalige Politiker der Region und zwei Anführer ziviler Organisationen wegen eines nicht erlaubten Referendums im Jahr 2017 zu bis zu 13-jährigen Haftstrafen verurteilt hat.

Der spanische Ministerpräsident Pedro Sánchez (links) und der Präsident der autonomen Region Katalonien Quim Torra (rechts) – Der Konflikt um die

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An beiden Schauplätzen demonstrieren zahlreiche Menschen friedlich, während einige radikale Aktivisten zu Gewalt und Vandalismus greifen. Am Donnerstag fanden in Hongkong Proteste in der Innenstadt im Chater Garden statt, die genehmigt waren. Laut den Organisatoren kamen 3.000 Demonstranten, die Polizei nannte 550 Teilnehmer. Einige Hongkonger Demonstranten warnten online, dass die Proteste zu provokant seien und man nicht mehr teilnehmen solle.

Derweil gab es Überlappungen zwischen den Unabhängigkeitsbefürwortern in Katalonien und Hongkong.

So fanden sich aus Solidarität mit den Hongkonger Protesten Demonstranten vor dem chinesischen Generalkonsulat in Barcelona ein.

Laut der katalanischen Tageszeitung La Vanguardia kamen mehr als 100 Menschen zusammen.

Auf der Kundgebung in Hongkong am Donnerstag forderten ebenfalls einige Demonstranten die katalanische Unabhängigkeit. Ein eigens eingerichteter Twitter-Account gab an, dass laut Organisatoren 3.000 Teilnehmer an der Solidaritätsversammlung Hongkong-Katalonien in der chinesischen Sonderverwaltungszone teilnahmen. Hongkonger sangen dabei "Visca Catalunya" ("Es lebe Katalonien") für ihre "katalanischen Freunde" und bildeten durch Aufkleber mit ihren Mobiltelefonen ein Lichtermeer in den Farben Kataloniens, Rot und Gelb:

Der 22-jährige Jason Chan aus Hongkong sagte zu Reuters:

Ich komme, weil ich denke, dass Katalonien Unterstützung braucht, genau wie Hongkong. 

Die sieben Millionen Hongkonger stehen unter chinesischer Hoheit. Seit der Rückgabe an China 1997 wird die frühere britische Kronkolonie nach dem Grundsatz "Ein Land, zwei Systeme" als Sonderverwaltungsregion autonom regiert. 

Die Forderung nach Unabhängigkeit ist in Spanien ein sehr polarisierendes Thema. Auch in Katalonien selbst, einer Region mit mehr als sieben Millionen Einwohnern, einer eigenen Sprache, einem eigenen Parlament und einer eigenen Flagge, gibt es sowohl Befürworter der Unabhängigkeit als auch Demonstranten, die den Status quo und die Zugehörigkeit zu Spanien beibehalten wollen.

Vor dem Hintergrund der aktuellen Wahlkampagne gibt sich die spanische Zentralregierung distanziert. Ministerpräsident Pedro Sánchez forderte bei seinem Besuch am Montag gar vom Präsidenten Kataloniens Quim Torra eine deutlichere Distanzierung von der Gewalt. Torra hatte zwar ein Ende der Gewalt gefordert, diese aber nach Ansicht der Zentralregierung nicht ausdrücklich verurteilt. 

Derweil teilen sich die Demonstranten in eine friedlich protestierende Mehrheit und eine kleinere Gruppe, die auch zu radikaleren Methoden greift. Ähnlich wie die Hongkonger Aktivisten haben die Demonstranten in Katalonien sich auf strategische Ziele konzentriert, um maximale Störungen zu verursachen, einschließlich des Flughafens von Barcelona.

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