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Ozonloch auf geringste Größe seit Entdeckung geschrumpft – aber kein Grund zur Freude

Ozonloch auf geringste Größe seit Entdeckung geschrumpft – aber kein Grund zur Freude
Ozonloch über der Antarktis, 8. September 2000.
Seit Beginn der Aufzeichnungen im Jahr 1982 war das Ozonloch über der Antarktis noch nie so klein. Das Problem sei damit jedoch nicht gelöst, warnte die US-Raumfahrtbehörde NASA. Die Schrumpfung sei auf ungewöhnlich milde Temperaturen in dieser Schicht zurückzuführen.

Chemikalien wie Fluorchlorkohlenwasserstoffe (FCKW) zersetzen die stratosphärischen Ozonmoleküle und führen dazu, dass größere Mengen an UV-Strahlung auf die Erde gelangen. Es wurden zwar Fortschritte bei der Reduzierung des Einsatzes ozonschädigender Chemikalien erzielt, aber das Problem sei damit noch nicht gelöst, so die National Oceanic and Atmospheric Administration und die NASA.

Erreichte das Ozonloch am 8. September seine maximale Ausdehnung von 16,3 Quadratmetern, schrumpfte es im restlichen Monat September und im Oktober auf weniger als 10,1 Millionen Quadratmeter ab.

Julia Steinberger, eine Ökonomin an der britischen University of Leeds, während einer Kundgebung vor dem Londoner Science Museum.

Die Schrumpfung führen die Wissenschaftler auf besonders milde Temperaturen in dieser Schicht zurück. Dieses Phänomen habe es bereits dreimal seit Beginn der Aufzeichnungen gegeben. Wie die NASA berichtet, lagen die Temperaturen im September in 20 Kilometern über der Erdoberfläche 29 Grad über dem Durchschnitt. Dies sei der wärmste Wert seit 40 Jahren. 

Aus einer Pressemitteilung von NOAA: 

In den Jahren unter normalen Wetterbedingungen wächst das Ozonloch normalerweise auf maximal 20,7 Millionen Quadratkilometer. 

Der Ausstoß von FCKW wurde durch das internationale Umweltabkommen von Montreal im Jahr 1988 gesenkt. 

Dr. Susan Strahan, Atmosphärenforscherin am Goddard Space Flight Center in Maryland: 

Es ist ein seltenes Ergebnis, das wir immer noch zu verstehen versuchen. Wenn die Erwärmung nicht passiert wäre, würden wir uns wahrscheinlich ein viel typischeres Ozonloch ansehen. 

Ein Grund zur Entwarnung ist das eher schwache Ozonloch dieses Jahres jedoch nicht, wie die Forscher betonen. Denn es handele sich hier um einen durch spezielle Wetterverhältnisse verursachten positiven Ausreißer, nicht aber um ein grundsätzliches Indiz für eine schnelle Heilung des Ozonlochs.

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