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Ukrainischer Präsident: Trump hat mich nicht erpresst

Ukrainischer Präsident: Trump hat mich nicht erpresst
Wladimir Selenskij steht am 10. Oktober in einem Essbereich einer Mall in Kiew den versammelten Journalisten Rede und Antwort.
Der aufgrund eines Telefongesprächs mit dem ukrainischen Präsidenten Wladimir Selenskij unter Druck geratene Donald Trump wurde von seinem Amtskollegen von jeglicher unlauterer Absicht freigesprochen. Selenskij zeigte sich bereit, eine Untersuchung gegen die sogenannte Biden-Affäre durchzuführen.

US-Präsident Donald Trump wird insbesondere von den Demokraten vorgeworfen, bei einem Telefonat mit seinem Amtskollegen in Kiew seine Machtstellung missbraucht zu haben. Dabei soll er durch den Rückhalt von zugesagter Militärhilfe versucht haben, eine Untersuchung in die Einmischung von Joe Biden in ukrainische Angelegenheiten sowie eine daraus mutmaßlich resultierende Bevorteilung seines Sohnes Hunter bei Gasgeschäften in der Ukraine zu erzwingen. So lautet zumindest der Vorwurf, der nun gegen Trump verwendet wird, um damit ein Amtsenthebungsverfahren zu begründen.

Joe Biden im Januar 2017 in Kiew

Trump selbst stritt jegliches Fehlverhalten ab, insbesondere den Vorwurf, dass er versucht habe, Selenskij zu erpressen, um seinem möglichen Herausforderer bei den Präsidentschaftswahlen im nächsten Jahr zu schaden.

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Nun äußerte sich der ukrainische Präsident zum ersten Mal deutlich zu den Vorwürfen gegen Trump. Eine Erpressung habe es nicht gegeben, sagte Selenskij vor Journalisten in Kiew. Er habe zum Zeitpunkt des Gesprächs nicht einmal gewusst, dass die USA diese Militärhilfe zurückgehalten haben, gab er zu. Davon wurde er erst im Nachhinein durch seinen neuen Verteidigungsminister Andrij Sahorodnjuk, einen Unternehmer, in Kenntnis gesetzt. Es habe auch bei dem späteren Treffen mit Trump keine Bedingungen gegeben, so Selenskij weiter. Und erst recht nichts, was mit Joe Biden zu tun gehabt hätte.

Grundsätzlich zeigt sich der ukrainische Präsident offen für eine gemeinsame Untersuchung, um die im Raum stehenden Vorwürfe der ukrainischen Einmischung in die US-Präsidentschaftswahlen 2016 sowie in die Aktivitäten von Burisma aufzuklären, wo Hunter Biden in der fraglichen Zeit im Vorstand saß. 

Wir sind bereit, und ich habe das bereits gesagt, sollte es eine gemeinsame Untersuchung und eine gemeinsame Kommission von Staatsanwälten bezüglich des Burisma-Falles geben, sind wir bereit. Und wir sind bereit, die Einmischung der ukrainischen Seite zu untersuchen, sofern sie stattgefunden hat. Weil es durchaus viele Informationen dazu gibt. Aber diese müssen bestätigt werden.

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Damit widerspricht Wladimir Selenskij offen den Vorwürfen der Demokraten, Trump habe versucht, den ukrainischen Präsidenten zu erpressen. Ob das allerdings irgendwelche Auswirkungen in dem Streben, den US-Präsidenten aus dem Amt zu jagen, haben wird, bleibt ungewiss. Von den Journalisten gefragt, ob er bereit wäre, die ukrainischen Gesprächsprotokolle zu veröffentlichen, verneinte Selenskij dies. Auf die Frage, ob die ukrainische Version mit der veröffentlichten US-Version übereinstimmt, antwortete er: "Ich habe das nicht einmal überprüft, aber ich denke, dass sie komplett übereinstimmen."

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