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Apple entfernt App, die Hongkong-Demonstranten zur Verfolgung von Polizisten nutzen

Apple entfernt App, die Hongkong-Demonstranten zur Verfolgung von Polizisten nutzen
App HKmap.live auf einem Apple-Gerät, Hongkong, 10. Oktober 2019.
Der iPhone-Hersteller Apple hat eine App entfernt, mit deren Hilfe Demonstranten in Hongkong die Bewegungen der Polizei verfolgen konnten. Grund seien Berichte, wonach Polizisten mittels der App von gewalttätigen Demonstranten angegriffen und Stadteile verwüstet wurden.

Die Idee der Apple-App "HKmap.live" war, den Hongkong Demonstranten bei ihren Protesten zu helfen und nicht Opfer von Polizeigewalt zu werden. Die App jedoch verfehlte ihren Zweck. Sie wurde nach Berichten genutzt, um Polizisten ausfindig zu machen und anzugreifen. Dort, wo die App den Nutzern mitteilte es gäbe keine Sicherheitskräfte vor Ort, hätten Randalierer Stadtteile verwüstet und Anwohner in Angst und Schrecken versetzt. Die technische Hilfe zeigte auch auf, wo Tränengas eingesetzt wurde. 

Ein Demonstrant bei dem Versuch, das Fenster einer Metrostation in Hongkong zu zerstören, 6. Oktober 2019

Die Demonstrationen in der Sonderwirtschaftszone Hongkong begannen im März diesen Jahres und wurden durch ein Gesetzesvorhaben ausgelöst, welches die Hongkonger Regierung jedoch bereits aufgegeben hat. Mit diesem, so befürchteten Hongkonger Bürger, könnten Kritiker der chinesischen Regierung an Peking ausgeliefert werden.

Unter die friedlichen Demonstranten mischten sich auch Gewaltbereite. Chinesische Geschäfte und Bürger werden vermehrt Ziele der Angriffe und des Vandalismus. Die Proteste halten weiterhin an und stören das öffentliche Leben. 

Apple erklärte zu seiner App: 

Die App zeigt die Standorte der Polizei an und wir haben durch das  Cybersecurity und Technology Crime Bureau in Hongkong die Bestätigung, dass die App verwendet wurde, um die Polizei anzugreifen und die öffentliche Sicherheit zu bedrohen. Kriminelle haben sie genutzt, um Anwohner in Gebieten zu schikanieren, von denen sie wussten, dass es dort zu dem Zeitpunkt keine Strafverfolgung gab.

Auch die chinesische Regierung in Peking hatte Kritik an der App geübt. Die chinesischen Zeitung People's Daily veröffentlichte einen Artikel mit der Überschrift "Leitet Apple Schläger in Hongkong?". Hierin hieß es, dass die Karten-App "illegales Verhalten fördert". Apple schade damit seinem Ruf bei den chinesischen Verbrauchen, indem es "Geschäft mit Politik und Handel mit illegalen Aktivitäten vermischt". Für Apple ist der chinesische Markt der zweitgrößte weltweit. 

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