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Afghanistan: Völkerrechtswidrige US-Luftangriffe im Mai trafen laut UNO knapp 40 Zivilisten

Afghanistan: Völkerrechtswidrige US-Luftangriffe im Mai trafen laut UNO knapp 40 Zivilisten
Militärtraining der Polizei in Afghanistan, 2. Oktober 2019.
Laut einem Bericht der Vereinten Nationen kamen bei einem unrechtmäßigen Luftangriff auf mutmaßliche Drogenlabore der Taliban im Mai 30 Zivilisten ums Leben, weitere wurden verletzt, darunter Kinder und Frauen. Das US-Militär weist die Vorwürfe zurück.

Bei Luftangriffen am 5. Mai im Westen Afghanistans gab es 39 zivile Opfer, davon wurden 30 getötet. Das ergab die viermonatige Untersuchung der UNAMA, der Unterstützungsmission der Vereinten Nationen in Afghanistan, der Luftangriffe am 5. Mai, bei denen mehr als 60 Standorte angeblicher Drogenlabore getroffen wurden.

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Laut dem am Mittwoch von UNAMA und UN-Menschenrechtsbüro vorgestellten Bericht gab es unter den zivilen Opfern auch 14 Kinder und fünf Frauen.

Die US-Streitkräfte Afghanistans (USFOR-A) gaben eilig eine Erklärung ab, in der sie den UN-Bericht zurückwiesen und behaupteten, es habe keine zivilen Opfer bei den Luftangriffen gegeben.

USFOR-A kämpft in einer komplexen Umgebung gegen diejenigen, die absichtlich töten und sich hinter Zivilisten verstecken, sowie unehrliche Behauptungen über zivile Opfer als Propagandawaffen verwenden", heißt es in der Erklärung.

Vielmehr hätten die gezielten Luftschläge auf Methamphetamin-Labore dazu gedient, die Einnahmequellen der Taliban zu treffen, die die anhaltende Gewalt finanzieren.

Der Sprecher der USFOR-A, Colonel Sonny Leggett, behauptete zudem, dass sich der UNO-Bericht auf die unseriöse dschihadistische Webseite "Voice of Jihad" stütze.

UNAMA hingegen betonte, dass es sich bei den Opfern in den Gebäuden nicht um Kombattanten gehandelt hat, sie keine Verteidigungsmöglichkeiten hatten und daher vor solchen Angriffen hätten geschützt werden müssen. Die Luftangriffe auf sie waren daher rechtswidrig.

Seit 2017 führt das US-Militär Luftangriffe auf vermeintliche Drogenproduktionsstätten in Afghanistan durch, um so vermeintliche Finanzierungsquellen der Kampfhandlungen auszutrocknen.

Nach 18 Jahren Krieg in Afghanistan sehen sich afghanische Sicherheitskräfte und die von den USA geführten NATO-Streitkräfte aufgrund der hohen Anzahl ziviler Opfer zunehmender Kritik ausgesetzt. Auch von der CIA trainierten Spezialeinheiten wird Missbrauch und Mord vorgeworfen.

Laut einem Bericht der UNO haben Regierungstruppen und die NATO in diesem Jahr mehr Zivilisten getötet als die Taliban und andere Aufständische. Insgesamt fast 4.000 Zivilisten wurden allein im ersten Halbjahr 2019 Opfer von Kampfhandlungen.

Anfang September, als Trump einen anscheinend bevorstehenden Deal mit den Taliban für "tot" erklärte, betonte er, die USA hätten ihren "Feind in den letzten zehn Jahren härter als je zuvor getroffen".

Anfang Oktober sagte Verteidigungsminister Mark Esper:

Wir haben unsere Angriffe auf die Taliban seit dem Scheitern der Gespräche verstärkt. (...) Wir haben das Tempo deutlich erhöht.

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