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Nach gescheiterten Gesprächen zwischen USA und Taliban: Kein deutscher Truppenabzug aus Afghanistan

Nach gescheiterten Gesprächen zwischen USA und Taliban: Kein deutscher Truppenabzug aus Afghanistan
Deutsche Bundeswehr-Soldaten während eines Besuchs von Ursula von der Leyen in Masar-i-Scharif, Afghanistan, 25. März 2018.
Die Friedensverhandlungen zwischen den USA und den Taliban sind gescheitert. Trump hatte versprochen, im Falle eines Friedensabkommens US-Truppen abzuziehen. Auch Deutschland hätte die Zahl seiner Soldaten um 30 Prozent reduziert.

Rund 1.300 deutsche Soldaten sind in Afghanistan stationiert und trainieren afghanische Sicherheitskräfte. Ihre Hauptbasis ist das Lager Marmal in Masar-i-Scharif. Wie bei den US-Truppen war auch hier eine Reduzierung ihrer Zahl geplant. Der US-Präsident Donald Trump hatte die Bemühungen um eine friedliche Lösung mit der Terrorgruppe der Taliban für "tot" erklärt. Auslöser war ein Attentat in Kabul, bei welchem auch ein US-Soldat ums Leben kam. Die Taliban hatten für dieses die Verantwortung übernommen.  

Eine massive Explosion erschütterte Kabul am späten Abend des 2. September, als ein mit Sprengstoff beladener Traktor in der Nähe der

Der US-Chefunterhändler für das Friedensabkommen Zalmay Khalizad hatte vor dem Abbruch der Gespräche noch positive Entwicklungen verlauten lassen. Man habe sich auf den Abzug ausländischer Truppen geeinigt, so Khalizad. Im Gegenzug gäbe es Anti-Terrorismus-Garantien. Bis zum 1. September hätte Trump Zeit gehabt, das Papier zur Einigung zu unterschreiben. 

Der deutsche Außenminister Heiko Maas hatte im Frühjahr gesagt: 

Das Schlimmste, was passieren könnte, wäre, sich überhastet aus diesem Mandat zurückzuziehen. 

Viele der deutschen Soldaten leiden unter den Traumata ihres Afghanistaneinsatzes. Am Karfreitag im Jahr 2010 starben bei einem Hinterhalt der Taliban in Isa Khel drei deutsche Soldaten. In einer Podcast-Serie des NDR mit dem Titel "Killed in Action – Deutschland im Krieg" schildern Überlebende ihre Erlebnisse. Eine Studie von Sozialwissenschaftlern der Bundeswehr nach sind Zehntausende der Soldaten durch ihre Kampfeinsätze psychisch krank. Davon leiden drei Prozent unter psychotraumatischen Belastungsstörungen. 

Zwischen 13.000 und 14.000 US-Soldaten sind in Afghanistan stationiert. Nach dem Friedensschluss sollten es noch 8.600 sein. Ausgeschlossen bei den Verhandlungen war die afghanische Regierung, denn die Taliban sehen diese als illegitim an. 

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