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Beweise werden überbewertet: Boris Johnson beschuldigt Iran ohne Angabe von Erkenntnissen

Beweise werden überbewertet: Boris Johnson beschuldigt Iran ohne Angabe von Erkenntnissen
Der britische Premierminister Boris Johnson und US-Präsident Donald Trump: gemeinsam gegen den Iran vereint
Kurz vor seiner Abreise aus London nach New York beschuldigte auch der britische Premierminister Boris Johnson den Iran, für die Angriffe auf die saudischen Ölanlagen verantwortlich zu sein. Er überlegt auch, sein Land der US-Koalition gegen den Iran anzuschließen.

Journalisten, die den britischen Premier auf seiner Reise zur UN-Vollversammlung nach New York begleiten, erklärte Johnson am späten Sonntagabend, dass "Großbritannien mit einem hohen Maß an Wahrscheinlichkeit die Verantwortung beim Iran" für die Angriffe auf die Erdölverarbeitungsanlagen in Abqaiq und Churais sieht. Beweise oder britische Erkenntnisse, die zu dieser Einschätzung geführt haben, präsentierte der Premier freilich nicht.

Die britische Regierung überprüft zur Zeit auch die Möglichkeiten, sich an der bisher mit mäßigem Erfolg gesuchten Koalition gegen den Iran zu beteiligen.

Wir werden mit unseren amerikanischen Freunden und unseren europäischen Freunden daran arbeiten, eine Antwort zu schaffen, die versucht, die Spannungen in der Golfregion zu deeskalieren.

Der iranische Präsident Hassan Rohani nimmt die Militärparade am

In New York möchte er sich mit den Staatschefs des Iran, Deutschlands, Frankreichs und der USA treffen, um sich als "Brücke zwischen unseren europäischen Freunden und den Amerikanern" zu empfehlen. Als verbliebener Vertragspartner des Atomabkommens (JCPOA) könnte Großbritannien in der Tat eine solche Funktion ausüben, nachdem die französische Initiative von Präsident Emmanuel Macron zur Rettung des JCPOA am Widerstand Washingtons gescheitert ist. Allerdings wird London nicht als objektiver Vermittler wahrgenommen, was sich bei der Festsetzung des iranischen Supertankers in der Straße von Gibraltar zeigte und nicht zuletzt auch aus dieser Aussage Johnsons ersichtlich wird:

Und selbstverständlich werden wir, sofern wir von den Saudis oder den Amerikanern gebeten werden, eine Rolle zu spielen (beim Aufbau der angekündigten 'Verteidigungsmaßnahmen'/Anm.), darüber nachdenken, wie wir uns nützlich einbringen können.

Der iranische Präsident Hassan Rohani rief hingegen am Sonntag die USA und Großbritannien dazu auf, "keine Kampfflugzeuge und Bomben" zu entsenden, sondern sich am besten vollständig aus der Golfregion zu entfernen, um die Länder sicherer zu machen.

Zur Entspannung der Lage könnte die am Montag erfolgte Ankündigung iranischer Behörden beitragen, den beschlagnahmten, unter britischer Flagge fahrenden Öltanker Stena Impero wieder freizugeben.

Unterdessen gestalten sich die Reparaturarbeiten an den beschädigten Ölanlagen in Saudi-Arabien schwieriger als zuerst angenommen. Kurz nach dem Angriff sprachen Verantwortliche von Saudi Aramco, dem größten Erdölförder- und profitabelsten Unternehmen der Welt, von höchstens zehn Wochen für die Aufhebung des Schadens. Nun spricht man von Monaten, bis es so weit sein könnte, und von Kosten von mehreren hundert Millionen Dollar. Für den bevorstehenden Börsengang, für den die Großbanken UBS und Deutsche Bank als Konsortialführer angeheuert wurden, könnten sich diese Ungewissheit und der Verlust von 5,7 Millionen Barrel Öl pro Tag vielleicht über Monate hinweg zu einem Desaster entwickeln.

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