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Ex-US-Außenminister Tillerson: Israel spielte Trump mit Lügen aus

Ex-US-Außenminister Tillerson: Israel spielte Trump mit Lügen aus
US-Präsident Donald Trump empfing den israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu am 25. März im Oval Office, nachdem er die Israels Souveränität über die von Syrien annektierten Golanhöhen anerkannte.
So offen sprach selten ein hochrangiges Regierungsmitglied der USA das aus, was von Aktivisten ansonsten umgehend als Antisemitismus gebrandmarkt würde. Doch die Reaktion des israelischen Ministerpräsidenten gab Rex Tillersons Behauptung sogar recht: Israel manipuliert mit Lügen das Weiße Haus.

Bereits als Vorstandsvorsitzender des Energieriesen ExxonMobil konnte Rex Tillerson Erfahrungen mit Staatschefs sammeln. Doch als Außenminister, auch wenn er nur 13 Monate im Amt war, vertrat er eine Nuklear- und einstige Supermacht bei Treffen mit anderen Weltführern. Um über diese Zeit zu sprechen, lud ihn am Dienstag die berühmte Harvard University zu einem 90-minütigen Gastauftritt ein.

US-Präsident Donald Trump (Mitte) begrüßt am 25. März 2019 gemeinsam  mit Vizepräsident Mike Pence Israels Premierminister Benjamin Netanjahu (l.) im Weißen Haus in Washington.

In der Diskussionsrunde ging es um die politischen Brennpunkte der Welt, vor allem aber um Nordkorea, den Iran, Russland, Syrien, den israelisch-palästinensischen Jahrhundertkonflikt. Und nicht zuletzt auch um den Präsidenten der Vereinigten Staaten von Amerika, der ihn Ende März 2018 feuerte und seitdem mehrmals persönlich attackierte und als "dumm wie ein Stein" bezeichnete.

Dabei kam Tillerson auch auf Israels Rolle in den USA zu sprechen und bestätigte, was selten in dieser Klarheit ausgesprochen wird. Insbesondere Ministerpräsident Benjamin Netanjahu kam bei dieser Darstellung nicht gut weg. Er bezeichnete ihn als einen "außergewöhnlich erfahrenen" Politiker, auch wenn "ein bisschen machiavellistisch". Aber dann kam er zu dem Punkt, der ihn tatsächlich störte: "Wenn man mit Bibi zu tun hat, ist es immer nützlich, eine gesunde Dosis an Skeptizismus in Diskussionen mit ihm zu haben", weil er gerne "Fehlinformationen" liefert, um die USA auf Israels Linie zu bringen.

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Gerade bei direkten Gesprächen zwischen Netanjahu und Donald Trump sei das problematisch gewesen, weil ihm der US-Präsident immer wieder glaubte. Anschließend kam es dann zu den unangenehmen Momenten, wo ihm Tillerson sagen musste, dass er von Netanjahu angelogen und ausgetrickst wurde.

Es stört mich, dass ein Verbündeter, der uns so nah und wichtig ist, uns das antun würde.

Das war kein Einzelfall, wie der ehemalige US-Außenminister bestätigte. "Sie haben das einige Male mit dem Präsidenten gemacht, um ihn davon zu überzeugen, dass 'wir die Guten (und) die die Bösen sind'." Obwohl es durchaus schwerwiegende Vorwürfe sind, die Tillerson in Richtung Israel abfeuerte, nahm Ministerpräsident Netanjahu lediglich Bezug auf die Passage mit den "Guten und den Bösen" und schrieb auf Twitter:

Außenminister Tillerson, Israel *ist* der Gute.

Damit bestätigte Netanjahu die Vorwürfe, dass er und wahrscheinlich auch andere im Austausch mit den USA nicht vor Lügen zurückschrecken, um Israels Interessen durchzusetzen, die oftmals nicht mit jenen der Vereinigten Staaten von Amerika übereinstimmen. Allerdings scheint er daran keinen Anstoß zu nehmen, weil er Israel auf der Seite der "Guten" verortet.   

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