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Finanzwirtschaft fordert von Staaten mehr "Klimaschutz"

Finanzwirtschaft fordert von Staaten mehr "Klimaschutz"
Neue Investitionsmöglichkeiten: Bundeskanzlerin Angela Merkel bei der Eröffnung eines Offshore-Windparks in Sassnitz im April 2019
Die Staaten der Welt tun zu wenig für den "Klimaschutz". Das findet eine Gruppe von über 500 Finanzkonzernen. Dabei treibt sie womöglich weniger die Sorge um die Zukunft des Planeten um als das Interesse an neuen und lukrativen Anlagemöglichkeiten.

Eine Gruppe von Finanzkonzernen hat die Staaten der Welt zu mehr Anstrengungen beim sogenannten Klimaschutz aufgerufen. Wenige Tage vor Beginn des UN-Sondergipfels in New York veröffentlichten 515 Unternehmen ein gemeinsames Papier mit konkreten Forderungen an die Regierungen.

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Die Umsetzung des Pariser Weltklimavertrags von 2015 wird von den Konzernen als unzureichend bezeichnet, um "den Anstieg der globalen Durchschnittstemperatur deutlich unter zwei Grad gegenüber dem vorindustriellen Niveau" zu halten. Selbst bei Erfüllung aller gemachten Zusagen sei ein inakzeptabel hoher Temperaturanstieg zu erwarten, der substanzielle negative wirtschaftliche Folgen hätte.

Konkret fordern die Finanzinvestoren etwa den beschleunigten Ausstieg aus der Kohle, eine substanzielle Bepreisung von Kohlenstoffdioxid und die Beseitigung aller Subventionen für fossile Brennstoffe.

Die Finanzkonzerne verwalten zusammen nach eigenen Angaben 35 Billionen Dollar. Zum Vergleich: Das Bruttoinlandsprodukt der Bundesrepublik Deutschland betrug 2017 knapp 3,7 Billionen Dollar. Unter den Firmen sind Banken, Pensionsfonds, Versicherungen und Hedgefonds. Zu den bekanntesten deutschen Unternehmen unter ihnen zählen die Allianz, Munich Re Venture Partner, DWS und Union Investment.

Das Nachrichtenportal Spiegel Online lobte die Finanzwirtschaft dafür, beim "Klimaschutz" weiter zu sein als die Politik. Tatsächlich deutet das Schreiben der Unternehmen eher darauf hin, dass sich die Finanzwirtschaft vom sogenannten Klimaschutz neue und lukrative Anlagemöglichkeiten erwartet.

Laut einer Berechnung der Investmentbank Goldman Sachs beträgt die Höhe der bis 2040 zur Begrenzung des Klimawandels angeblich nötigen Investitionen in Erneuerbare Energien bis zu 30 Billionen Dollar.

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