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Nach Angriff auf Ölraffinerie in Saudi-Arabien setzt Deutschland vorerst auf Deeskalation

Nach Angriff auf Ölraffinerie in Saudi-Arabien setzt Deutschland vorerst auf Deeskalation
Für US-Außenminister Mike Pompeo war der Urheber des Angriffs auf saudische Ölinstallationen schnell ausgemacht: Der Iran. Und während Präsident Trump mit Vergeltung droht, will sich die Bundesregierung (noch) nicht festlegen und fordert "eine saubere Aufklärung".

Der Angriff auf kritische Ziele in Saudi-Arabien kündigte sich seit Monaten an. Das Königreich führt seit über vier Jahren mit Partnern wie den Vereinigten Arabischen Emiraten (VAE) einen brutalen Krieg im Jemen. Als Hauptgegner erwiesen sich die Huthi-Rebellen, die der zaiditisch-schiitischen Strömung des Islam angehören. Die Zaiditen sind seit über eintausend Jahren im Jemen verwurzelt und stellten seit dem 9. Jahrhundert bis zum ägyptischen Eingreifen im Jahr 1962 die Imame des Landes, die die Macht ausübten.

Ein Öltank des staatlichen Ölriesen Saudi Aramco bei der Förderanlage von Shaybah.

Seit Monaten schon greifen die Huthi gezielt strategische Ziele in dem wahhabitischen Reich mit Raketen und Drohnen an, um Riad zu einem Ende der Kämpfe und einer politischen Lösung zu bewegen. Doch Kronprinz Mohammed bin Salman (MbS), der Architekt des Krieges im Jemen, zeigte sich davon bisher völlig unbeeindruckt und setzte weiter auf massive Luftschläge, die immer wieder für viele unschuldige Todesopfer sorgen. Der Angriff auf die Erdölverarbeitungsanlage in Abqaiq von Samstag, für den die Huthi die Verantwortung übernommen haben, stellt daher eine dramatische Eskalation dar und soll als unmissverständliches Signal an MbS gelten, dass die Kosten für die Kriegsführung erhöht werden.

Die US-Regierung hält allerdings den Iran dafür in der Verantwortung und behauptet, die Ölinstallationen wären nicht von Drohnen angegriffen worden, sondern seien von ballistischen Raketen getroffen worden. Um diese schwerwiegende Anschuldigung zu untermauern, veröffentlichte Washington Satellitenbilder, die die Einschläge der Raketen zeigen sollen.

Und bereits am Montagnachmittag meldete die von Saudi-Arabien angeführte Kriegskoalition, dass "erste Beweise der Untersuchungen" zeigen würden, dass die benutzten Waffen aus dem Iran stammen sollen.

Damit bewegt sich Riad in die Richtung, die Donald Trump in seinem Tweet vom 16. September vorgegeben hatte. Die USA wüssten, wer der Schuldige ist, und die Waffen für einen Vergeltungsschlag sind geladen. Allerdings warte Washington auf Angaben aus Riad, wen sie wohl für verantwortlich halten, um dann die weiteren Schritte zu besprechen.

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Bei der Bundespressekonferenz am Montag bemühten sich sowohl Regierungssprecher Steffen Seibert als auch Maria Adebahr, Sprecherin des Auswärtigen Amtes, keine voreiligen Anschuldigungen zu treffen. Bevor man überhaupt irgendwelche Schlüsse ziehen kann, müssten zuerst die Urheber ermittelt werden, so die Sprecher. Auch die Frage von RT, ob denn der Bundesregierung irgendwelche Erkenntnisse vorliegen, dass wie von den USA behauptet ballistische Raketen eingesetzt wurden, wurde verneint.

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