icon bookmark-bicon bookmarkicon cameraicon checkicon chevron downicon chevron lefticon chevron righticon chevron upicon closeicon v-compressicon downloadicon editicon v-expandicon fbicon fileicon filtericon flag ruicon full chevron downicon full chevron lefticon full chevron righticon full chevron upicon gpicon insicon mailicon moveicon-musicicon mutedicon nomutedicon okicon v-pauseicon v-playicon searchicon shareicon sign inicon sign upicon stepbackicon stepforicon swipe downicon tagicon tagsicon tgicon trashicon twicon vkicon yt

Pakistan fordert Aberkennung des UN-Sonderbotschafterin-Titels von Chopra

Pakistan fordert Aberkennung des UN-Sonderbotschafterin-Titels von Chopra
Priyanka Chopra (links) und Nick Jonas bei der Premiere des Dokumentarfilms "Chasing Happiness", Los Angeles, Kalifornien, USA, 3. Juni 2019.
Der indische Superstar Priyanka Chopra ist Sonderbotschafterin bei UNICEF. Pakistan fordert in einem offiziellen Brief die Aberkennung ihres Titels. Islamabad wirft der Schauspielerin vor, einen Nuklearkrieg der beiden Atommächte im Kaschmir-Konflikt heraufzubeschwören.

Die 37 Jahre alte Priyanka Chopra ist eine indische Schauspielerin und ehemalige Miss World. Politisch steht sie hinter dem indischen Premierminister Narendra Modi und seiner hindu-nationalistischen Politik. Sie bezeichnet sich selbst als "Patriotin". 

Am 26. Februar lobte Chopra auf Twitter den Sieg der indischen Streitkräfte. Damit bezog sie sich auf den Vergeltungsangriff auf einen Anschlag in Kaschmir, bei dem indische Paramilitärs ums Leben kamen. Daraufhin bombardierte Indien das Trainingslager der terroristischen Organisation Jaish-e-Mohammad (JeM) in Pakistan, welche Neu-Delhi hinter den Anschlägen wähnte. Indien feierte dies als Sieg.

Indische Grenzschutz-Soldaten am Grenzzaun zu Pakistan, Ranbir Singh Pura, nahe Jammu, 26. Februar 2019.

Auf einer Veranstaltung konfrontierte eine pakistanische US-Amerikanerin den Bollywood-Star, sie würde ihrer Rolle als Sonderbotschafterin nicht gerecht, und schlussfolgerte: 

Sie fördern den Nuklearkrieg gegen Pakistan. 

Aufgrund eines Dekrets der indischen Regierung, die Kaschmir nun den Sonderstatus aberkennt, droht, ein neuer Konflikt zwischen den beiden Atommächten zu entbrennen. Für Chopra und andere Anhänger Modis ist die Region Kaschmir unstrittig ein Teil Indiens.

Pakistan und Indien lieferten sich in dem mehrheitlich muslimischen Gebiet in der Vergangenheit drei Kriege. Aus Sorge vor Ausschreitungen, so die Regierung in Neu-Delhi, werden dort die Kommunikationswege blockiert. Die pakistanische Regierung rief die internationale Gemeinschaft auf, den Versuch Indiens, Kaschmir ethnisch zu säubern, zu verurteilen. 

Das offizielle Schreiben der pakistanischen Ministerin für Menschenrechte, Shireen Mazari, ging bei der UNICEF-Chefin Henrietta Fore ein. Auf Twitter teilte Mazari ihren Brief. Hierin heißt es:  

Ihr Nationalismus und ihre Unterstützung für Verstöße der Regierung Modis gegen internationale Übereinkommen und Resolutionen des UN-Sicherheitsrats zu Kaschmir sowie die Unterstützung für einen Krieg, einschließlich eines Atomkrieges, untergraben die Glaubwürdigkeit der UN-Position, zu der sie erhoben wurde. Wenn sie nicht sofort abgesetzt wird, wird die Idee des UN-Sonderbotschafters für den Frieden ein weltweiter Hohn. 

Mehr zum ThemaKaschmir-Konflikt: Deutschland exportiert Waffen an Indien und Pakistan

Folge uns aufRT
RT

Diese Webseite verwendet Cookies. Klicken Sie hier, um mehr zu erfahren

Cookies zulassen