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Wegen Sturm: Start der großen Segelreise über den Atlantik von Greta Thunberg verspätet sich

Wegen Sturm: Start der großen Segelreise über den Atlantik von Greta Thunberg verspätet sich
Die schwedische Klimaaktivistin Greta Thunberg am 13. 08.2019 an Bord der Segelyacht Malizia II im südenglischen Plymouth. Hier posiert sie für ein Foto während eines Interviews mit der Nachrichtenagentur AFP.
Leinen los für die große Überfahrt: Klimaaktivistin Greta Thunberg will sich am Mittwoch auf den Weg über den Atlantik machen. Mit einer Hochseejacht geht es von Großbritannien nach New York. Wegen Sturm und Regen musste der Start der Reise verschoben werden.

Das Team um die 16-Jährige wird voraussichtlich am Mittwochnachmittag zwischen 16 und 17 Uhr (MESZ) in Plymouth in See stechen – und damit ein bis zwei Stunden später als ursprünglich geplant. In der Hafenstadt im Südwesten Englands stürmt und regnet es derzeit. Die Organisatoren setzen auf etwas besseres Wetter am späteren Nachmittag.

Greta Thunberg bei einem

Die beiden Profisegler Boris Herrmann und Pierre Casiraghi wollen die 16-Jährige mit dem Spezialboot "Malizia II" über den Atlantik bringen. An Bord befinden sich auch Thunbergs Vater Svante und ein Filmemacher, der eine Dokumentation plant. Die Reise über den Ozean dürfte rund zwei Wochen dauern. Da sie unbedingt klimaneutral reisen will, lehnte sie einen Langstreckenflug ab, denn die Flugzeuge stoßen immense Mengen an klimaschädlichen Treibhausgasen aus.

Boot mit Solarpaneelen und Unterwasserturbinen statt Langstreckenflug

Deshalb hatte sie länger nach einer klimaschonenderen Alternative für die Reise nach Amerika Ausschau gehalten. Ende Juli hatte sie dann bekanntgegeben, mit der "Malizia" über den Atlantik reisen zu wollen. Das Boot ist mit Solarpaneelen und Unterwasserturbinen ausgestattet, mit denen die für Navigation und Kommunikation erforderliche Energie erzeugt wird. Komfort gibt es dagegen kaum an Bord: Das Boot ist für Hochseerennen ausgestattet. Unter Deck ist gerade genug Raum für zwei Rohrkojen.

Die Schwedin will ihren Kampf für einen beherzteren Einsatz der Politik gegen die Klimakrise und die Erderhitzung auf der anderen Seite des Ozeans auf eine neue Ebene heben. Im September wird sie unter anderem am UN-Klimagipfel vieler Staats- und Regierungschefs in New York teilnehmen, im Dezember steht dann in Chile die alljährliche Weltklimakonferenz an. Rund um diese beiden zentralen Termine will sie an Klimaprotesten teilnehmen, Betroffene der Klimakrise sowie andere Aktivisten und Entscheidungsträger treffen. Auch Besuche in Kanada und Mexiko sind vorgesehen.

Auszeichnung "Game Changer of the Year" vom Männermagazin GQ 

Kurz vor ihrer Reise wurde ihr noch eine Auszeichnung verliehen. Das britische Männermagazin GQ ernannte sie zum "Game Changer of the Year". Sie sei zu Deutsch so etwas wie eine Person, die grundlegende Veränderungen auslöst. Ein Bild von ihr wird auch die Titelseite der Oktoberausgabe des Magazins schmücken. Sie ist in einer schwarzen Jacke und mit ausgestrecktem Zeigefinger darauf zu sehen. Auf dem Anzug steht in weißer Farbe geschrieben: "Can you hear me?" (zu Deutsch: Könnt ihr mich hören?). 

Der Start Gretas Reise in die USA fällt fast genau auf den Jahrestag des Beginns ihrer Protestaktion: Am 20. August 2018 hatte sich die damals 15-Jährige vor den Stockholmer Reichstag gesetzt, um eine ehrgeizigere Klimaschutzpolitik Schwedens sowie ein Einhalten der Pariser Klimaziele einzufordern. Aus der Protestaktion hat sich die internationale Klimaschutzbewegung Fridays for Future entwickelt, Abertausende vor allem junge Menschen protestieren seit Monaten regelmäßig freitags für mehr Klimaschutz, sehr viele davon in Deutschland.

Thunberg geht es darum, die weltweiten Treibhausgasemissionen rapide zu senken, damit der Anstieg der globalen Erdtemperatur noch auf unter 1,5 Grad Celsius begrenzt werden kann. Bis heute hat sich die Temperatur um knapp 1 Grad im Vergleich zum vorindustriellen Zeitalter erhöht. Die Welt müsse auf die Wissenschaft hören und dementsprechend im Kampf gegen die Klimakrise handeln, fordert sie.

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(rt deutsch/dpa)

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