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Laut Außenminister Serbiens sollten serbische Auswanderer in den USA 2020 Donald Trump wählen

Laut Außenminister Serbiens sollten serbische Auswanderer in den USA 2020 Donald Trump wählen
Außenminister Serbiens Ivica Dačić versucht offenbar, die in den USA lebenden Serben dafür zu motivieren, 2020 Donald Trump wiederzuwählen.
Ist das eine neue außenpolitische Strategie Serbiens? Laut Außenminister Ivica Dačić sollten die Serben, die in den USA leben, bei den Präsidentschaftswahlen 2020 für Donald Trump stimmen. Offenbar erhofft man sich dadurch bessere Chancen bei den Kosovo-Verhandlungen.

Serbien erkennt weiterhin die selbstausgerufene Unabhängigkeit seiner abtrünnigen Provinz Kosovo nicht an. Seit Jahren wird durch Vermittlung der Europäischen Union eine Annäherung in den Beziehungen zwischen Belgrad und Pristina angestrebt. Aus Brüssel wurde bereits mehrmals signalisiert, dass für einen EU-Beitritt die "Normalisierung der Verhältnisse" durch ein bindendes Abkommen Voraussetzung sei. Im Klartext: Serbien müsse Kosovo als unabhängigen Staat anerkennen, vor allem ohne neue Grenzverschiebungen.

Rund 650.000 Serben leben laut Außenminister in den USA

In Belgrad ist man jedoch immer noch bemüht, das Ruder herumzureißen, und versucht nun offenbar, auch in Washington Unterstützer dafür zu finden. Zumindest deuten die jüngsten Äußerungen des serbischen Außenministers Ivica Dačić darauf hin. In einem Interview in der serbischen Zeitung Srpski telegraf sagte der Chef der Sozialistischen Partei, er wolle die in den USA lebenden Serben dazu motivieren, bei den Präsidentschaftswahlen 2020 einhellig für Donald Trump zu stimmen.

Die Serben in Amerika wählen sowieso Trump. Wenn wir dies klug machen, wenn wir die Stimmen bündeln – und es sind nicht wenige, dann werden wir uns eine bessere Position in der neuen Regierung schaffen", so Dačić. 

In den Vereinigten Staaten sollen nach Angaben des Außenministers rund 650.000 Serben leben. Er erinnerte daran, dass auch die Albaner dies getan hätten, als sie die Stimmen ihrer Diaspora gebündelt und einem Kandidaten gegeben hätten. Das müsse Serbien auch machen. Als Beispiel nannte er Eliot Engel, einen US-Politiker der Demokratischen Partei, der als albanischer Lobbyist seit Jahren eine feste Basis bei den in den USA lebenden albanischstämmigen Wählern habe. Somit dürfte es niemanden wundern, so Dačić, dass er seit Jahren vom ganzen Herzen die Interessen der Albaner vertrete.

Anlässlich des 4. Juli 2019, dem US-Unabhängigkeitstag, wurde der Hauptplatz in Pristina, Kosovos Hauptstadt, mit US- und Kosovo-Flaggen geschmückt.

In Washington würde man sich nun auch Serbiens Positionen anhören

Eliot Engel war tatsächlich einer der ersten US-Politiker, der die Regierung von Bill Clinton in den 1990er Jahren aufgefordert hatte, in den Kosovo-Krieg einzugreifen und der kosovo-albanischen Seite gegen Serbien zu helfen. 1999 kam es dann – ohne UN-Mandat – zu den Luftangriffen der NATO auf Jugoslawien und schließlich zur Stationierung der NATO-Soldaten in der serbischen Provinz. 2008 rief Kosovo seine Unabhängigkeit aus. Eliot Engel wurde inzwischen in der abtrünnigen serbischen Provinz sogar mit einer Straßenbenennung und einer Briefmarke geehrt. 

Wir müssen eine Offensive starten, dass die Serben bei der nächsten Wahl Trump helfen und dies auch sichtbar wird", so Dačić. 

Demnach wäre dies für Serbien und seine Interessen von großer Hilfe. Belgrad sei nun in einer viel besseren Position als in den früheren Jahren. In Washington gebe es nun die Bereitschaft, sich auch Serbiens Positionen anzuhören.

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