USA entwickeln neue Raketen – direkt nach Beendigung des INF-Vertrags

Am Freitag ist mit dem INF-Vertrag eines der weltweit wichtigsten Abrüstungsabkommen für Atomwaffen aufgelöst worden. Als Vorwand für den Austritt aus dem bedeutenden INF-Vertrag hatte Washington wiederholt angebliche Verstöße Russlands angegeben.
Umgehend nach der Beendigung des Vertrags, noch am Freitag, kündigte US-Verteidigungsminister Mark Esper an, dass die USA nun mit der Entwicklung eines Mittelstreckenraketensystems voranschreiten würden.
Esper erklärte, da die USA sich nun aus dem Abkommen zurückgezogen hätten, werde das Verteidigungsministerium die Entwicklung "uneingeschränkt" vorantreiben.
"Now that we have withdrawn, the Department of Defense will fully pursue the development of these ground-launched conventional missiles as a prudent response to Russia's actions and as part of the Joint Force's broader portfolio of conventional strike options."
— Lauren Meier (@laurenemeier) 2. August 2019
In der Mitteilung des Pentagon am Freitag hieß es, die Entwicklung der neuen Waffen sei eine "besonnene Reaktion auf Russlands Handlungen" und als "Teil des breiteren Portfolios konventioneller Angriffsmöglichkeiten".
Das Pentagon hatte bereits 2017 die Grundlage dafür gelegt. Washington argumentierte damals, dass Forschungspläne für das mobile landgestützte System als Botschaft an Russland gedacht seien, sich wieder an den Vertrag zu halten.
Mehr zum Thema – Nach Ende des INF-Vertrags: Russland fordert Moratorium zur Raketenstationierung
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