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Maas: Deutschland beteiligt sich nicht an US-Mission in der Straße von Hormus

Maas: Deutschland beteiligt sich nicht an US-Mission in der Straße von Hormus
Der polnische Präsident Andrzej Duda und der deutsche Außenminister Heiko Maas (r.) bei einem Treffen in Warschau am 31. Juli 2019
Bundesaußenminister Heiko Maas hat einer deutschen Beteiligung an einer von den USA geführten Militärmission in der Straße von Hormus eine klare Absage erteilt. Die Bundesregierung halte die US-Strategie des "maximalen Drucks" auf den Iran für falsch.

"An der von den USA vorgestellten und geplanten Seemission wird sich die Bundesregierung nicht beteiligen", sagte Bundesaußenminister Heiko Maas am Mittwoch in Warschau, wo er an den Gedenkfeiern zum 75. Jahrestag des Warschauer Aufstands teilnimmt. Deutschland befinde sich "da in enger Abstimmung mit unseren französischen Partnern".

(Archivbild). Eine U.S. Marine auf der USS John P. Murtha am 18. Juli 2019.

Washington hatte Deutschland förmlich darum gebeten, sich an der Sicherung des Handelsverkehrs in der Straße von Hormus zu beteiligen.

Wir haben Deutschland förmlich gefragt, zusammen mit Frankreich und Großbritannien bei der Sicherung der Straße von Hormus mitzuhelfen und iranische Aggression zu bekämpfen", teilte eine Sprecherin der US-Botschaft in Berlin am Dienstag gegenüber der Deutschen Presse-Agentur (dpa) mit.

Maas begründete die deutsche Absage damit, dass die Bundesregierung die US-Strategie des "maximalen Drucks" auf den Iran für falsch halte. Deutschland wolle keine militärische Eskalation und setze weiterhin auf Diplomatie.

Die USA haben Deutschland und andere NATO-Verbündete darum gebeten, sich an ihrer "Operation Sentinel" zum Schutz der Handelsschiffe in der Straße von Hormus vor möglichen iranischen Angriffen zu beteiligen. Bundesverteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer hatte am Mittwoch kurz vor der Maas-Äußerung noch gesagt, eine Entscheidung sei noch nicht gefallen. Zugleich machte die CDU-Vorsitzende den USA wenig Hoffnungen darauf, dass es zu einer positiven Antwort kommen könnte.

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Sie verwies unter anderem darauf, dass Deutschland und die Europäer im Gegensatz zu den USA am Erhalt des internationalen Atomabkommens mit dem Iran interessiert sind. Deutschland setze alles daran, dass es zu einer diplomatischen und friedlichen Lösung mit dem Iran komme und dass der Vertrag zur Verhinderung einer iranischen Atombombe eingehalten werde.

(dpa/rt deutsch)

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