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Nach Aufruf aus Washington: Seoul entsendet Kriegsschiff in den Persischen Golf

Nach Aufruf aus Washington: Seoul entsendet Kriegsschiff in den Persischen Golf
Der U.S. Navy Arleigh Burke-Klass Zerstörer USS Bainbridge im Persischen Golf, 19. Juli 2019.
Die USA suchen nach Verbündeten für eine Allianz gegen den Iran in der Straße von Hormus. Die Allianz werde dort, nach Aussagen Washingtons, für mehr Sicherheit für die Schifffahrt sorgen. Berichten zufolge ist auch Südkorea dem Aufruf der USA gefolgt.

In der südkoreanischen Presse wurde am Montag berichtet, dass sich Seoul den USA anschließen wird und plant, seine Anti-Piraterie Einheit Cheonghae, die sich derzeit vor der somalischen Küste befindet, in die Straße von Hormus zu verlegen. Dabei zitierte die südkoreanische Wirtschaftszeitung Maekyung einen nicht namentlich genannten Regierungsvertreter. Auch Hubschrauber sollen Teil der Einheit zum Schutz der Handelsschiffe werden.

Nach der Beschlagnahme eines angeblich mit iranischem Öl beladenenen Tankers durch die britischen Marine reagierte die Iranische Revolutionsgarde ihrerseits mit der Beschlagnahme eines britischen Tankers. Teheran schlug einen Tausch vor, doch Großbritannien lehnte ab.

US-Außenminister Mike Pompeo sagte am Montag über das angestrebte Bündnis: 

Wir werden [die Straße von Hormus] offen halten. Wir werden einen Plan für die Sicherheit auf See erstellen. Länder aus der ganzen Welt, die ein persönliches Interesse daran haben, diese Wasserwege offen zu halten, werden teilnehmen. 

Auf Eskalationskurs? Die HMS Duncan auf dem Weg durch den Sueskanal am Montag

In einem Interview mit US-Medien in New York betonte der iranische Außenminister Mohammed Dschawad Sarif, dass es sich um den "Persischen Golf" und nicht um irgendeinen anderen Golf handle. Allein der Iran könne dort für Sicherheit sorgen. Es gäbe Kräfte in der Region, die an einer Eskalation der Situation interessiert seien. 

Pompeo verwies darauf, es werde länger dauern als gewünscht, bis das Bündnis zustande kommen werde. Einen "wesentlichen Teil" würden die USA übernehmen. Man bräuchte hierfür "Länder aus der ganzen Welt" die die Vereinigten Staaten beim "Schutz des kommerziellen Transits unterstützen". 

Der nationale Sicherheitsberater der USA John Bolton reiste vergangene Woche nach Seoul, um die dortige Regierung von dem Vorhaben zu überzeugen. Ro Jae-chon, stellvertretender Sprecher des Verteidigungsministeriums: 

Es ist offensichtlich, dass wir unsere Schiffe, die durch die Straße von Hormus fahren, schützen müssen, oder nicht? Also ziehen wir verschiedene Möglichkeiten in Betracht. 

Washington wandte sich auf der Suche nach Bündnispartnern neben Südkorea unter anderem auch an Japan, Frankreich, Deutschland und Australien. Großbritannien hatte eine rein europäische Mission vorgeschlagen, distanzierte sich dann jedoch wieder von der Idee. Die neue Regierung unter Premierminister Boris Johnson ist hingegen für einen "europäisch geführten Ansatz unterstützt von den USA". 

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