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US-Analysedienst Stratfor: Russisches S-400 eines der besten strategischen Boden-Luft-Systeme

US-Analysedienst Stratfor: Russisches S-400 eines der besten strategischen Boden-Luft-Systeme
Trotz Poltern und Drohen der USA entscheiden sich immer mehr Staaten für das russische S-400-System, darunter wichtige US-Verbündete. Laut dem US-Analysedienst Stratfor ist es eines der besten derzeitig verfügbaren strategischen Langstrecken-Boden-Luft-Raketen-Systeme.

Im Juli begannen die Lieferungen der Komponenten des russischen S-400-Sytems an die Türkei, eine Kaufentscheidung, die seit Langem zu Auseinandersetzungen mit dem Bündnispartner USA geführt hatte.

Doch der türkische Präsident Erdoğan beharrte auf den Kauf des russischen Systems, auch nachdem Washington Ankara ein Angebot des Konkurrenzprodukts aus eigener Fertigung machte – des Patriot-Systems . Der türkische Präsident nannte das S-400 "das stärkste Verteidigungssystem gegen diejenigen, die unser Land angreifen wollen".

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Mittlerweile hat US-Präsident Trump Verständnis für Ankara signalisiert, doch das S-400 ist weiterhin ein Streitthema. Washington droht, dass die F-35-Kampfflugzeuge, an deren Fertigung die Türkei beteiligt ist, nicht mit einer russischen "Nachrichtensammelplattform koexistieren" könne, die angeblich verwendet wird, um mehr über ihre Fähigkeiten zu erfahren.

Laut Sergej Chemezow, dem Leiter der russischen Rüstungsexportfirma Rostec, ist die Türkei zudem an den neuesten russischen Kampfmodulen, Luftverteidigungssystemen verschiedener Reichweiten sowie Panzerabwehrsystemen interessiert.

Auch Verhandlungen über Russlands Unterstützung für die Türkei bei der Ausstattung ihrer nationalen Luftverteidigungs- und Langstrecken-Raketenabwehrsysteme sind demnach derzeit im Gange.

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In Algerien und China gehören die S-400-Systeme beeits zum Inventar.

Weitere bedeutende Verbündete der USA haben ihr Interesse am russischen S-400-System bekundet. So haben in diesem Jahr Saudi-Arabien und Russland "zusätzliche Konsultationen über einen Vertrag" abgehalten, um Riad mit dem S-400-System auszustatten.

Katar, das die größte US-Militärbasis im Mittleren Osten (Al Udeid Air Base) und den Sitz des U.S. Air Force Central Command beherbergt, scheint Interesse am S-400 gezeigt und in diesem Jahr bereits "fortgeschrittene" Gespräche darüber mit Russland geführt zu haben.

Und Indien, ein wichtiger Partner der USA in Asien, hat sich 2018 bereit erklärt, mehr als fünf Milliarden Dollar für fünf S-400 Geschwader zu zahlen, die 2023 ausgeliefert werden sollen.

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Auch Diskussionen darüber, ob weitere Golfstaaten eher die modernen russischen Systeme als US-amerikanische kaufen sollten und ob der Iran das S-400 erwerben könnte, dauern an.

All das trotz des öffentlichen Drucks aus Washington, dass auf diese Weise die jeweilige wichtige bilaterale Beziehung beeinträchtigt würde und Sanktionen folgen könnten – an der Türkei scheint Washington dahingehend ein Exempel zu statuieren, indem Sanktionen und der Ausschluss von der Produktion der F-35-Kampfjets droht.

Doch dass das S-400-System tatsächlich vor allem aufgrund seiner Leistungsfähigkeit zu bevorzugen ist, bestätigte im Juli auch Stratfor. Stratfor (Strategic Forecasting) ist ein US-amerikanischer Informationsdienst, der Analysen, Berichte und Zukunftsprojektionen zur Geopolitik, zu Sicherheitsfragen und Konflikten anbietet. In einem aktuellen Bericht bewerten die Miltärexperten das russische S-400-System und kommen zu dem Schluss, dass es eines der leistungsfähigsten Optionen sei. Demnach sei es angesichts der Fähigkeiten des russischen Systems "kein Wunder, dass solche Verkäufe die Nachrichten dominieren".

Langstrecken-Boden-Luft-Raketen-Systeme (SAM, surface to air missiles), einschließlich der russischen S-300 und S-400, sind hochleistungsfähige Waffen. Das russische S-400 ist wohl eines der besten strategischen SAM-Systeme, die heute im Einsatz sind. Und es gibt einen noch besseren Ersatz in der Entwicklung in Form der S-500.

Seit vergangenem Freitag treffen Lieferungen des russischen Raketenabwehrsystems auf Bestellung in der Türkei ein.

Laut Stratfor muss ein Einsatz des Systems korrekt geplant werden, da das S-400-Bataillon etwa acht Raketenwerfer mit üblicherweise je vier Raketen hat, was "sicherlich genug" sei, um bei einem begrenzten Angriff schweren Schaden zuzufügen. Jedoch sollte es demnach durch andere Raketen und Abwehrsystem ergänzt werden, um einem "entschlossenen Angriff standzuhalten".

Herausragend ist das russische System demnach vor allem durch die erweiterte Reichweite und die flexible Fähigkeit, verschiedene Ziele anzugreifen, vor allem in der Luft, aber auch ballistische Raketen und Marschflugkörper sowie hochentwickelten Sensoren, die nach Auskunft Moskaus auch Tarnkappenobjekte erwischen.

In den Händen von "kompetenten und gut ausgebildeten Besatzungen" könne die S-400 einem Gegner "erheblichen Schaden zufügen".

Die Anti-Tarnkappen-Fähigkeiten verleihen dem S-400 das Potenzial, einige der besten Kampfflugzeuge zu vernichten, die derzeit im Einsatz sind. Seine große Reichweite ermöglicht es dem System, Betankungsfahrzeuge und AWACS oder luftgestützte Frühwarn- und Kontrollflugzeuge (sogenannte "Enabler") zu erfassen.

Wie der russische Militäranalyst Michail Chodarenok sagte, müsse "alles, was US-Beamte über die Lieferung des fortschrittlichen Luftverteidigungssystems an die Türkei" sagen, als "Zeichen des Wettbewerbs zwischen zwei führenden Herstellern moderner Waffen – Russland und den USA – angesehen werden".

Das S-400 Triumf ist in fast jeder Hinsicht besser als sein amerikanisches Gegenstück, der PAC-3 Patriot. Ankaras Präferenz ist nicht überraschend.

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