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Kein Platz für Russland: Time-Magazin zeigt den modernen Mond-Eroberer

Kein Platz für Russland: Time-Magazin zeigt den modernen Mond-Eroberer
Symbolbild
Während die Menschheit neue Mondmissionen plant, legt das US-Magazin "Time" sein Titelbild vom Jahr 1968 neu auf und zeigt jene, die derzeit den Mond erreichen wollen. Auffallend: Nur die USA und China schafften es auf die Titelseite.

Die Zeitschrift, die für ihre wirkungsvollen Titelseiten bekannt ist, beschloss, ihr legendäres Cover "Race to the Moon" aus dem Jahr 1968 für die Ausgabe vom 29. Juli neu zu gestalten. Das Original erschien ein halbes Jahr, nachdem die NASA den Erfolg der Apollo 11-Mission angekündigt hatte. Damals waren auf dem Bild ein amerikanischer Astronaut und ein sowjetischer Kosmonaut abgebildet, die im Laufschritt auf den Mond zuliefen.

Die neue Ausgabe sieht auf den ersten Blick ähnlich aus, nur die Zahl der Monderoberer hat sich verdoppelt. Laut Time nehmen an dem neuen Rennen im Jahr 2019 die Chinesen und die Amerikaner sowie zwei private Unternehmen, SpaceX und Blue Origin, teil. Im Leitartikel "The Next Space Race" betont Jeffrey Kluger, dass Chinas Mond-Programm derzeit am ehesten mit der US-Raumfahrtbehörde und den Milliardären konkurriere. 

Ein Twitter-Nutzer verglich die zwei Ausgaben. Er schrieb: "TIME-Titelblatt im Dezember 1968 und im Juli 2019. Fühlen Sie den Unterschied".

Das neue Titelbild hat bei der russischen Weltraumagentur Roskosmos, die seit Jahren aktiv an einem eigenen Mondprojekt arbeitet, für Stirnrunzeln gesorgt. Das russische Projekt will das Raumschiff Federazija (zu Deutsch: Föderation) einsetzen, das derzeit entwickelt wird. Mit dem Federazija-Projekt will Roskosmos ein Raumschiff an den Start bringen, das in die Tiefen des Alls vordringen kann und für bemannte Mondmissionen geeignet ist. Der erste unbemannte Flug soll in ein paar Jahren stattfinden.

Roskosmos geht davon aus, dass in den Jahren 2036 bis 2040 eine vollständige russische Basis auf dem Mond errichtet werden wird. Dazu gehören Module mit lebenserhaltenden Systemen und Strahlenschutz für die dort lebenden Menschen sowie Geräte zur Beobachtung von Erde und Weltraum.

Roskosmos-Leiter Dmitri Rogosin reagierte schnell auf die Titelseite des Time-Magazins, indem er eine Collage bei Twitter veröffentlichte. Das Bild zeigt einen schlafwandelnden Mann, der sich anscheinend Richtung Mond bewegt. "Eine Gruppe von Mondenthusiasten laut Time", schrieb Rogosin und verspottete anscheinend nicht nur das Magazin, sondern auch einige der russischen Konkurrenten im All.

US-Vizepräsident Mike Pence sagte im März, dass amerikanische Astronauten im Jahr 2024 "mit allen Mitteln" zum Mond zurückkehren sollten. Die chinesische Raumfahrtbehörde CNSA kündigte Pläne an, ihre Raumfahrer zum Erdsatelliten zu schicken und dort in den nächsten zehn Jahren eine Basis zu errichten. Diese Aussagen klingen zwar ehrgeiziger als die aus Moskau, müssen jedoch noch durch sichtbare Taten bekräftigt werden.

Auch Indien hat erstmals in der Geschichte des Landes eine Raumsonde zur Landung auf dem Erdtrabanten geschickt. Die unbemannte Sonde "Chandrayaan-2" startete diesen Montag, eine Woche nach dem ersten, misslungenen Startversuch.

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