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Zum dritten Mal in Folge: Zahl der an Hunger leidenden Menschen erneut gestiegen 

Zum dritten Mal in Folge: Zahl der an Hunger leidenden Menschen erneut gestiegen 
Die mangelernährte zehnjährige Afaf Hussein wird in einem Krankenhaus in Sanaa gewogen - Der Krieg der Saudi-geführten Allianz gegen das Land im Süden der Arabischen Halbinsel gilt als einer der Hauptgründe für die zunehmende Zahl an unterernährten Kindern im Jemen.
Jeder neunte Mensch weltweit leidet nach Schätzungen der Vereinten Nationen an Hunger. Die Anzahl sei 2018 zum dritten Mal in Folge gestiegen, heißt es in einem am Montag in New York veröffentlichten Bericht. Vor allem Kinder trifft die Ernährungsunsicherheit hart.

Laut dem Bericht litten rund 821,6 Millionen Menschen weltweit an Hunger, 2017 waren es noch 811,7 Millionen gewesen. Vor 2015 war die Zahl jahrelang gesunken, 2005 lag sie noch bei 947,2 Millionen. Besonders stark erhöhte sich die Anzahl der unter Hunger leidenden Menschen zuletzt in Afrika, aber auch in Lateinamerika und der Karibik nahm sie zu. 

Verschlechtert habe sich die Lage insbesondere in Ländern mit nachlassender Wirtschaftskraft, heißt es in dem Bericht. Die Autoren riefen deswegen alle Länder dazu auf, mit sozialen Maßnahmen für wirtschaftlich schwächere Phasen vorzusorgen. Die Umkehrung des Trends ist eines der Ziele der UN-Agenda für nachhaltige Entwicklung bis zum Jahr 2030.

Ein syrisches Flüchtlingsmädchen in einem Flüchtlingscamp im Libanon. Insgesamt flüchten viele der Vertriebenen in die Nachbarländer, im Libanon sank die Anzahl im Jahr 2018 laut UNHCR im Vergleich zum Vorjahr etwas.

"Um die Ernährungssicherheit zu gewährleisten, ist es von entscheidender Bedeutung, bereits über eine Wirtschafts- und Sozialpolitik zu verfügen, die Auswirkungen widriger Wirtschaftszyklen bei deren Eintreffen entgegenwirken kann und gleichzeitig Kürzungen bei wesentlichen Dienstleistungen wie Gesundheitsversorgung und Bildung um jeden Preis zu vermeiden", so der Bericht.

Es sei ein "struktureller Wandel" notwendig, um die ärmsten Menschen der Welt einzubeziehen, ein Schritt, der "die Integration von Ernährungssicherheit und Ernährungsangelegenheiten in die Bemühungen zur Armutsbekämpfung" erfordern würde, während gleichzeitig die Ungleichheit der Geschlechter und die Ausgrenzung bestimmter sozialer Gruppen angegangen werden sollte.

Unterernährung ist nach wie vor weit verbreitet in Afrika, wo rund 20 Prozent der Bevölkerung betroffen sind, und in Asien, wo mehr als zwölf Prozent der Menschen sie erleben. In Lateinamerika und der Karibik sind sieben Prozent der Menschen betroffen. Wenn man die Zahl der Hungernden zu den von der Ernährungsunsicherheit Betroffenen hinzufügt, erhält man insgesamt mehr als zwei Milliarden.

Die UN erklärte, dass die derzeitigen Bemühungen nicht ausreichen, um die Zahl der Kinder zu halbieren, deren Wachstum bis 2030 durch Unterernährung gebremst wird. Rund 149 Millionen Kinder leiden derzeit unter hungerbedingten Wachstumsstörungen. Gleichzeitig stellt der Bericht fest, dass Adipositas und Übergewicht in allen Regionen zunehmen, wobei vor allem Kinder im schulpflichtigen Alter und Erwachsene betroffen sind.

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