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Schweizer Studie: Europäischen Metropolen drohen Temperaturen wie in Nordafrika

Schweizer Studie: Europäischen Metropolen drohen Temperaturen wie in Nordafrika
Sieht nicht so aus, ist aber Berlin: Ein Mann liest an einem heißen, sonnigen Sommertag im Berliner Wannseebad, Deutschland, am 24. Juli 2018.
Die Metropolen der Welt müssen sich auf eine drastische Erwärmung des Stadtklimas einstellen. In europäischen Metropolen werden die Sommer um 3,5 Grad wärmer, heißt es in der am Mittwoch veröffentlichten Studie von Wissenschaftlern der ETH Zürich.

Auf der ganzen Welt werden Städte, die sich derzeit in gemäßigten oder kalten Zonen auf der nördlichen Halbkugel befinden, Städten ähneln, die mehr als 1.000 km näher am Äquator liegen. Mit schädlichen Auswirkungen auf Gesundheit und Infrastruktur, heißt es in der im US-Wissenschaftsmagazin Plos One erschienenen Studie.

London wird in drei Jahrzehnten demnach ein ähnliches Klima aufweisen wie Barcelona heute. Das Klima in Madrid wird bis 2050 den heute im nordafrikanischen Marrakesch und jenes in Stockholm den in Budapest herrschenden Bedingungen entsprechen. Forscher warnen jedoch, dass der Wandel mit einer schweren Dürre einhergehen könnte.

Hochwasser der Seine in Paris, Zouave-Soldaten-Statue mit Schwimmweste und Banner, was vor der Klimaerwärmung warnt, Frankreich, 4. Februar 2018

In europäischen Metropolen werden die Sommer um 3,5 Grad wärmer, die Temperaturen im Winter steigen um 4,7 Grad, was zu Wasserknappheit in zahlreichen Städten in gemäßigten Klimazonen führen soll.

Barcelona war vor etwas mehr als zehn Jahren von einer extremen Dürre betroffen, die viele Einwohner gefährdete und dazu führte, dass zig Millionen Euro in den Import von Trinkwasser investiert werden mussten. Es wird immer wahrscheinlicher, dass Berlin und Städte auf ähnlichen Breitengraden in Zukunft die gleichen Probleme haben werden, sagen die Forscher.

Unter Experten wächst die Sorge über die mangelnde Bereitschaft der Welt für die Auswirkungen der globalen Erwärmung. Mami Mizutori, die Sonderbeauftragte des Generalsekretärs für Katastrophenvorsorge, sagte vergangene Woche gegenüber dem Guardian, dass durch den Klimawandel verursachte Naturkatastrophen, die Verletzte und Tote fordern, sich nunmehr fast jede Woche ereigneten – es werde bloß nicht jedes Mal umfassend darüber berichtet.

Für die Studie der ETH Zürich hatten die Forscher eine vergleichsweise optimistische Schätzung des globalen Temperaturanstiegs im Zuge des Klimawandels zugrunde gelegt. Für ihre Modellrechnungen nahmen sie an, dass die Durchschnittstemperaturen um 1,4 Grad ansteigen.

Das Pariser Klimaabkommen von 2015 schreibt eine Begrenzung des Temperaturanstiegs unter zwei Grad im Vergleich zum vorindustriellen Zeitalter vor. Vor diesem Hintergrund riefen die Forscher zu weiteren Anstrengungen im Kampf gegen den Klimawandel auf.

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