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In die Mongolei verbannt? John Boltons Abwesenheit beim Gipfel in Korea befördert Spekulationen

In die Mongolei verbannt? John Boltons Abwesenheit beim Gipfel in Korea befördert Spekulationen
In Ungnade gefallen? Bolton bei einem Flug über das Westjordanland im Juni 2019
US-Präsident Donald Trump und der nordkoreanische Staatschef Kim Jong-un trafen sich am Sonntag in Nordkorea. Nicht dabei war Trumps Sicherheitsberater Bolton. Seine Abwesenheit befeuerte Spekulationen über einen möglicherweise bevorstehenden Abgang Boltons.

Der als Falke bekannte US-Sicherheitsberater John Bolton war beim Treffen seines Präsidenten Donald Trump mit Kim Jong-un in Nordkorea am Sonntag nicht zugegen. Anwesend war jedoch der Fox-Moderator Tucker Carlson, der als interventionskritisch gilt und zuletzt wiederholt als Stimme der Vernunft im Konflikt mit dem Iran aufgefallen war. Beide Personalien führten zu lebhaften Debatten in den sozialen Netzwerken.

Als Trumps ranghöchster Berater in geopolitischen Fragen hätte John Bolton normalerweise beim historischen Ausflug seines Präsidenten über die entmilitarisierte Zone nach Nordkorea und bei dem sich anschließenden Treffen mit Kim Jong-un zugegen sein sollen. Der Sicherheitsberater fehlte jedoch – er wurde stattdessen in die Mongolei geschickt, um mit dem mongolischen Staatssekretär Davaasuren Damdinsuren zu sprechen.

Dort gab sich Bolton guter Dinge und bedankte sich beim Staatssekretär für den freundlichen Empfang.

Obwohl Boltons Reise offenbar schon vor dem Treffen in Nordkorea geplant worden war, gab es auf Twitter zahlreiche Spekulationen über den Grund seiner Abwesenheit. So schrieb die koreanische Friedensaktivistin Christine Ahn:

Hoffentlich bedeutet Boltons Verbannung in die Mongolei, dass das Qi wieder zwischen Washington und Pjöngjang fließen kann.

Der BuzzFeed-Reporter Hayes Brown schrieb:

Ich dachte, das sei eine Metapher, als ich diesen Tweet zum ersten Mal sah, aber nein, John Bolton war tatsächlich in der Mongolei.

Boltons Anwesenheit hätte wahrscheinlich die harmonische Stimmung in Korea getrübt. Pjöngjang hat den Berater wiederholt als "Kriegstreiber" und "fehlerhaftes menschliches Produkt" bezeichnet. Bolton wurde auch beschuldigt, den diesjährigen Gipfel von Trump und Kim in Hanoi torpediert zu haben. Er hatte vorher angedeutet, dass die koreanische Denuklearisierung nach dem "Libyen-Modell" erfolgen könnte – einem Modell, das zum Sturz und der Ermordung Muammar al-Gaddafi führte, sieben Jahre nachdem er der Denuklearisierung seines Landes zugestimmt hatte.

Mehr zum Thema - Nordkorea: John Bolton ist ein "fehlerhaftes menschliches Produkt"

Auch Spekulationen über eine angeblich bevorstehende Entlassung Boltons aus der Regierung machten die Runde.

Derartige Spekulationen sind allerdings nicht neu. In Washington schwirrt seit einigen Wochen eine Vielzahl von Geschichten über Boltons angeblich drohenden Abgang herum. Der ehemalige CIA-Agent und Whistleblower John Kiriakou sagte RT vor zwei Wochen, Boltons Kopf liege "auf dem Richtblock", da Trump anscheinend seines Lobbyierens für einen Krieg mit dem Iran müde sei. Kiriakou ergänzte jedoch, dass der Abgang des Sicherheitsberaters längst nicht feststehe.

Trotz solcher Vorbehalte haben jüngste öffentliche Aussagen von Trump den Gerüchten Glaubwürdigkeit verliehen. In der vergangenen Woche sagte der Präsident vor Reportern:

John Bolton ist absolut ein Falke … Wenn es nach ihm ginge, würde er die ganze Welt auf einmal übernehmen, okay?

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Vor dem Hintergrund drohender militärischer Konfrontationen mit dem Iran und mit Venezuela beschrieb sich Trump als "denjenigen, der [Bolton] zurückhalte, was in Ordnung ist." Nach Angaben der Washington Post hatte sich der Präsident Tage zuvor frustriert darüber gezeigt, dass Bolton versuche, ihn "in einen Krieg zu ziehen".

Der Präsident nannte seinen Berater am Sonntag auch mindestens zweimal "Mike Bolton". Dabei kann es sich um normale Versprecher gehandelt haben – möglicherweise aber auch um einen versehentlichen Hinweis darauf, dass John Bolton demnächst von Mike Pompeo abgelöst wird.

Und welche Rolle spielt Tucker Carlson bei all dem? Der Fox-Moderator interviewte Trump am Sonntag in der demilitarisierten Zone in Korea. Das Interview soll am Montag ausgestrahlt werden. Carlson dürfte Bolton kaum ablösen, aber Trump soll in Schlüsselfragen der nationalen Sicherheit auf ihn hören. Nach einem Medienbericht soll Carlson dem Präsidenten von einem Krieg mit dem Iran abgeraten haben.

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