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China und USA sollen sich vor G20-Gipfel auf "Feuerpause im Handelskrieg" geeinigt haben

China und USA sollen sich vor G20-Gipfel auf "Feuerpause im Handelskrieg" geeinigt haben
Chinas Präsident Xi Jinping und sein US-amerikanischer Amtskollege Donald Trump (Archivbild)
Die beiden größten Volkswirtschaften der Welt, die USA und China, haben sich Berichten zufolge im Vorfeld des G20-Gipfels in Japan in ihrem Handelskrieg auf einen vorläufigen Waffenstillstand geeinigt, um wieder Gespräche zur Lösung des Konflikts aufzunehmen.

Die Einzelheiten des Abkommens werden in Pressemitteilungen festgelegt, bevor die Staats- und Regierungschefs der beiden Länder anlässlich des G20-Gipfels in Japan an diesem Wochenende zusammenkommen werden. Dies berichtete die Hongkonger Zeitung South China Morning Post unter Berufung auf anonyme Quellen sowohl in der chinesischen als auch in der US-amerikanischen Regierung. 

Reparatur eines Huawei-Mobiltelefons in Lusignac, Frankreich, 20. Juni 2019

Eine Quelle, die angeblich über die Planungen informiert ist, erklärte, dass die Entscheidung von US-Präsident Donald Trump, die Verhängung zusätzlicher Zölle zu verschieben, der Preis dafür sei, dass der chinesische Präsident Xi Jinping dem Treffen in Japan zustimmt.

Allerdings könnte Präsident Trump immer einen Sinneswandel haben", sagte die Quelle. "Der Waffenstillstand scheint jedoch beschlossene Sache zu sein."

Eine in Washington ansässige Quelle, die mit den Gesprächen vertraut ist, sagte, dass es "laufende Versuche gibt, die Pressearbeit zu koordinieren". Die Quelle stellte fest, dass über neue Zolle oder Zeitpunkte noch keine konkrete Entscheidung getroffen wurde.

Ein Handelsabkommen zwischen den USA und China könnte die nächste Runde von Zöllen auf zusätzliche 300 Milliarden Dollar chinesischer Einfuhren verhindern. Die Trump-Regierung hat gedroht, Zölle von bis zu 25 Prozent auf die verbliebenen unverzollten chinesischen Waren zu erheben, wenn die Gipfelgespräche schlecht verlaufen. Das würde bedeuten, dass fast alles, was China an die Vereinigten Staaten verkauft, zollpflichtig wäre.

Ein solcher Schritt Washingtons würde einen Vergeltungsschlag Pekings auslösen, zu dem auch die Einführung zusätzlicher Zölle auf US-amerikanische Waren und Beschränkungen für wichtige Exporte wie seltene Erdenmaterialien gehören könnten, die für die USA von entscheidender Bedeutung sind. Der eskalierende Handelskrieg zwischen den beiden größten Volkswirtschaften der Welt könnte eine globale Finanzkrise auslösen.

Trump sagte am Mittwoch, er sei bereit, zusätzliche Zölle auf Importe aus China zu verhängen, wenn die Gespräche in Osaka scheitern. Er schlug jedoch vor, dass die zusätzlichen Zölle bei zehn Prozent beginnen könnten.

Seit Beginn des Handelskrieges vor fast einem Jahr hat Trump 25 Prozent Zölle auf chinesische Waren im Wert von 250 Milliarden Dollar erhoben. Während sich die Spannungen weiter verschärften, führte Washington im Mai 25-prozentige Zölle auf eine Reihe chinesischer Importe ein, nachdem es höhere Abgaben auf chinesische Produkte im Wert von 200 Milliarden US-Dollar verhängte. Peking schlug mit erhöhten Zöllen auf mehr als 5.000 amerikanische Produkte im Wert von 60 Milliarden US-Dollar zurück.

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