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Indien wird laut UNO-Bericht bis 2050 bevölkerungsreichstes Land

Indien wird laut UNO-Bericht bis 2050 bevölkerungsreichstes Land
Schulkinder führen Yoga vor der Eröffnung des achttägigen Internationalen Drachenfestivals in Ahmedabad vor.
Die Weltbevölkerung wird in den nächsten drei Jahrzehnten um weitere zwei Milliarden Menschen wachsen und bis ins Jahr 2050 den Zehn-Milliarden-Meilenstein erreichen, so die UNO in einem Bericht. Indien wird voraussichtlich das bevölkerungsreichste Land vor China.

Ein kürzlich veröffentlichter Bericht der Population Division des UN Department of Economic and Social Affairs (DESA) mit dem Titel "The World Population Prospects 2019: Highlights" schätzt, dass bis ins Jahr 2050 ungefähr 9,7 Milliarden Menschen auf der Erde leben werden, was einem Anstieg von zwei Milliarden entspricht.

Kinder am Randes eines Flüchtlingslagers in Bangladesch. Laut UN-Schätzungen wird rund 80 Prozent des Bevölkerungswachstums in den Industrieländern bis zum Jahr 2050 auf die Migration entfallen.

Neun Länder dürften für mehr als die Hälfte dieses Anstiegs verantwortlich sein. Vorreiter ist Indien, das voraussichtlich 273 Millionen zu seiner ohnehin schon massiven Bevölkerung von 1,37 Milliarden Menschen hinzubekommen und China überholen wird. Chinas Bevölkerung wird laut dem Bericht zwischen 2019 und 2050 voraussichtlich um 31,4 Millionen Menschen schrumpfen. Bis zum Jahr 2100 soll sie auf 1,1 Milliarden Menschen zurückgehen, während Indien zu diesem Zeitpunkt voraussichtlich 1,4 Milliarden Einwohner haben wird.

Nigeria holt gegenüber Indien und China weiter auf: Bis ins Jahr 2050 soll die Bevölkerung des afrikanischen Landes voraussichtlich um 200 Millionen Menschen steigen. Pakistan, Äthiopien, Tansania, Indonesien, die Demokratische Republik Kongo, Ägypten und die USA sind weitere sieben Länder, die das Wachstum der Weltbevölkerung in den nächsten 30 Jahren anführen werden, so der Bericht.

Der größte Bevölkerungssprung wird sich in Subsahara-Afrika ereignen, wo sich die Anzahl der Menschen bis ins Jahr 2050 verdoppeln wird, eine Entwicklung, die die instabilen Sozialsysteme der Länder weiter belasten könnte. DESA-Unterstaatssekretär Liu Zhenmin erklärte am Montag in einer Pressemitteilung:

Viele der am schnellsten wachsenden Bevölkerungsgruppen befinden sich in den ärmsten Ländern, wo das Bevölkerungswachstum zusätzliche Herausforderungen mit sich bringt.

Der Afrikabeauftragte der Bundesregierung Günter Nooke

Obwohl die Zahlen atemberaubend sind, verlangsamt sich das Bevölkerungswachstum und wird voraussichtlich fast zum Stillstand kommen. Im Moment liegt die durchschnittliche Zahl der Geburten pro Frau bei 2,5, bis zum Jahr 2050 wird sie aber voraussichtlich auf 2,2 sinken, was die Welt an die Schwelle des Bevölkerungsrückgangs bringt. Eine Geburtenrate von 2,1 Geburten pro Frau wird als kaum ausreichend angesehen, um die Population, die bis zum Ende des Jahrhunderts mit elf Milliarden ihr Maximum erreichen soll, aufrechtzuerhalten.

Die geringere Anzahl von Geburten pro Frau wird die 55 Länder am stärksten treffen, in denen ein Bevölkerungsrückgang um mindestens ein Prozent zu verzeichnen ist. Diese Gruppe wird von China angeführt und schließt viele Länder in Osteuropa oder der Karibik ein. Litauen und Bulgarien werden den größten Rückgang erleiden, da ihre Bevölkerung laut dem Bericht bis 2050 um 23 Prozent schrumpfen soll. Weiter werden Lettland, mit einem geschätzten Rückgang von 22 Prozent, die Wallis- und Futuna-Inseln (20 Prozent) und die Ukraine (20 Prozent) genannt.

Forscher warnen schon seit Jahren vor dem rasanten Bevölkerungswachstum in den Entwicklungsländern, verweisen aber auch auf die wachsende Zahl von Menschen ab 65 Jahren, die eine wirtschaftliche Belastung darstellen. Während derzeit nur einer von elf Menschen in dieser Altersgruppe ist, wird bis ins Jahr 2050 jeder Sechste 65 Jahre oder älter sein. In einigen Regionen wie Asien, Lateinamerika und Nordafrika wird sich der Anteil der älteren Bevölkerung bis ins Jahr 2050 voraussichtlich verdoppeln, so die UNO-Studie.

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