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Ukraine: Bühne frei für Neonazi-Konzert in Kiew

Ukraine: Bühne frei für Neonazi-Konzert in Kiew
Ultrarechte Demonstranten in Kiew, Ukraine, 22. Mai 2019.
An diesem Samstag jährt sich das Gedenken an den Einmarsch der deutschen Nationalsozialisten in die damalige Sowjetunion. In der ukrainischen Hauptstadt Kiew gastieren an dem Tag Neonazi-Bands und singen Lieder mit antisemitischen und rassistischen Inhalten.

Der Bingo Club in Kiew bietet Platz für rund 1.500 Gäste. An diesem Samstag wird er die Bühne für sechs Neonazi-Bands freimachen. Druck vonseiten der Politiker gegen das "Fortress Europe"-Konzert gibt es nicht. Die Konzertkarten sind im öffentlichen Verkauf erhältlich, das Konzert wird uneingeschränkt beworben. 

Bei dem Organisator handelt es sich um einen ukrainischen Neonazi namens Arseniy Bilodub. Er gilt als "geistlicher Führer der ukrainischen Ultrarechten". Ihm gehört das rechte Modelabel Svastone, welches Kleider mit Hakenkreuz-ähnlichen Symbolen verkauft, und er ist Frontmann der Band Sokyra Peruna. In Liedern der Band, wie "Sechs Millionen Lügen", wird der Holocaust geleugnet. 

Pogrom in Odessa am 2. Mai 2014.

Auf der Bühne wird auch die finnische Band "Mistreat" zu sehen sein. Sie verfügt über eine lange Historie in der Neonazi-Szene und ist für ihre Mordaufrufe gegen "Schwarze" bekannt. Es ist nicht das erste rechtsradikale Konzert im Bingo Club von Kiew. Schon zuvor geriet der Club in die Kritik. Es wurden Hitlergrüße, Naziflaggen und Hakenkreuz-Tattoos im Publikum gesichtet. Im vergangenen Dezember etwa gab es ein zweitägiges Hard-Rock-Konzert mit nationalsozialistischen Inhalten.

Der Hauptgast ist die Band Blue Eyed Devils, die sich nach langer Zeit wieder zusammenschließt. Diese verbreitet Hass gegen Juden, Afroamerikaner und andere Minderheiten. Der frühere Gitarrist der Band Wade Page brachte 2012 sechs Menschen in einem Hassverbrechen in Wisconsin um. Anschließend nahm er sich selbst das Leben. 

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