icon bookmark-bicon bookmarkicon cameraicon checkicon chevron downicon chevron lefticon chevron righticon chevron upicon closeicon v-compressicon downloadicon editicon v-expandicon fbicon fileicon filtericon flag ruicon full chevron downicon full chevron lefticon full chevron righticon full chevron upicon gpicon insicon mailicon moveicon-musicicon mutedicon nomutedicon okicon v-pauseicon v-playicon searchicon shareicon sign inicon sign upicon stepbackicon stepforicon swipe downicon tagicon tagsicon tgicon trashicon twicon vkicon yt

Studie des WWF: Menschen nehmen bis zu fünf Gramm Mikroplastik pro Woche auf

Studie des WWF: Menschen nehmen bis zu fünf Gramm Mikroplastik pro Woche auf
Maria-Luiza Pedrotti, Meeresbiologin des CNRS, mit einer Wasserprobe aus dem Mittelmeer, Französische Riviera, 19. Oktober 2018.
Eine neue Studie der Umweltorganisation WWF kommt zu dem Ergebnis, dass Menschen im Durchschnitt weltweit pro Woche fünf Gramm Mikroplastik zu sich nehmen. Die Menge ist mit der einer Kreditkarte vergleichbar. Wie hoch der Wert in Deutschland ist, sei nicht bekannt.

Mikroplastik, kleinste Plastikpartikel, kann mittlerweile in vielen Nahrungsmitteln nachgewiesen werden. Darunter neben Fischen und Muscheln auch in Honig und durch den Abrieb in Plastikflaschen. Die Umweltorganisation WWF fordert ein Umdenken, um die Plastikverschmutzung der Umwelt zu stoppen. An der Menge des produzierten Plastiks hat sich bislang nichts geändert. Davon geraten zudem noch immer ein Drittel in die Umwelt.

Plastik in mikroskopisch kleinen Teilen befindet sich fast überall, und lässt sich inzwischen vermehrt auch in Leitungswasser nachweisen.

2.000 Plastikteile nimmt Mensch wöchentlich zu sich

Die Studie wurde im Auftrag der Umweltorganisation WWF mit Sitz in Hamburg von der australischen University of Newcastle durchgeführt. Insgesamt 2.000 Plastikteile sind es, die ein Mensch wöchentlich zu sich nimmt. Heike Vesper, Leiterin für Meeresschutz des WWF Deutschland: 

Kunststoffmüll verschmutzt nicht nur Flüsse und Ozeane und schadet den Meereslebewesen, sondern ist inzwischen auch im Boden und in der Luft nachgewiesen. Wir könne nicht verhindern, dass wir selbst Plastik aufnehmen. Mikroplastik belastet die Luft, die wir atmen, unsere Nahrung und das Wasser, das wir trinken. 

Pro Jahr werden 400 Millionen Tonnen Kunststoff produziert, rechnet man die Produktion zwischen 1950 und 2015 zusammen, ergibt sich eine Summe von 8,3 Milliarden Tonnen.

Mikro-Kunststoffteilchen können Stoffwechsel negativ beeinflussen

Hubert Weiger von der Umweltorganisation BUND sagte am Donnerstag, es sei eine Wende notwendig. Gemeinsam mit der Heinrich-Böll-Stiftung wurde in Berlin ein entsprechender Atlas vorgestellt: Die fünf größten Hersteller sind ExxonMobil, BASF, Eni, INFEOS und Dow. Der Großteil sind Einmalartikel, wie etwa Verpackungsmaterialien. Sowohl durch die Herstellung wie auch durch Entsorgung und Verbrennung entstehen Treibhausgase.

Plastikmüll außerhalb der illegalen Recyclingfabrik in Jenjoram, Malaysia

Barbara Unmüßig, Leiterin der Heinrich-Böll-Stiftung, erklärte: 

Wir erleben (...), wie Europa zuschaut, wie neue Kapazitäten für die Plastikproduktion geschaffen werden. 

Vesper mahnt: 

Wenn wir kein Plastik in unserem Körper wollen, müssen wir verhindern, dass jedes Jahr Millionen Tonnen Kunststoffmüll in die Natur geraten. 

Die Mikro-Kunststoffteilchen können durch darin enthaltene Schadstoffe wie Weichmacher und Bispehnol A (BPA) auch den Stoffwechsel negativ beeinflussen und Krankheiten auslösen. Die genauen Auswirkungen sind noch nicht bekannt.

Mehr zum ThemaTansania führt Verbot von Plastiktüten ein

Diese Webseite verwendet Cookies. Klicken Sie hier, um mehr zu erfahren

Cookies zulassen