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US-Justizministerium erhebt 17 weitere Anklagepunkte gegen Julian Assange

US-Justizministerium erhebt 17 weitere Anklagepunkte gegen Julian Assange
WikiLeaks-Gründer Julian Assange am 1. Mai, wo er zu seiner Gerichtsverhandlung in London gebracht wurde.
Die USA bereiten sich weiter auf die Auslieferung des WikiLeaks Gründers Julian Assange vor. Noch wird er in einem britischen Gefängnis in London gefangen gehalten, nachdem er im April widerrechtlich aus der ecuadorianischen Botschaft geholt und verhaftet wurde.

Großbritannien gab der ecuadorianischen Regierung eine Garantie, dass Julian Assange an kein Land ausgeliefert werde, wo ihm die Todesstrafe drohen könnte. 

Die USA haben den WikiLeaks-Gründer bereits wegen Spionage angeklagt. Ein Bundesgericht hat hingegen dem Justizministerium eine Anklageschrift mit insgesamt 18 Anklagepunkten übergeben, was bedeutet, dass 17 weitere hinzugekommen sind. Assange wird vorgeworfen, sich mit der Whistleblowerin Chelsea Manning verschworen zu haben, um an Verschlussakten heranzukommen. Man habe Grund zur Annahme, dass das in der Absicht geschah, den Vereinigten Staaten zu schaden oder einer ausländischen Nation einen Vorteil zu verschaffen.

Die "Verschwörung" habe ihren Anfang gegen Ende des Jahres 2009 genommen, als Assange und WikiLeaks "aktiv nach unter Verschluß stehenden Informationen aus den Vereinigten Staaten gefragt" und eine "Most Wanted Leaks"-Liste veröffentlicht haben. Daraufhin habe sich Manning gemeldet und ihre Zugangsberechtigung als Geheimdienstanalystin genutzt, um an die Informationen zu kommen.

Zwar steht in der Erklärung des US-Justizministeriums ausdrücklich, dass Julian Assange solange als unschuldig gilt, bis seine Schuld zweifelsfrei bewiesen ist. Dennoch glauben nur wenige Menschen, dass er einen fairen Prozess bekommen wird. Es drohen ihm pro Anklagepunkt bis zu 10 Jahren Gefängnis. Das bedeutet, dass Assange zu einer Gesamtstrafe von 175 Jahren verurteilt werden könnte.

   

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