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Pakistan will zwei Millionen afghanische Flüchtlinge loswerden

Pakistan will zwei Millionen afghanische Flüchtlinge loswerden
Afghanische Flüchtlingskinder in Islamabad im Februar 2018
Millionen afghanische Flüchtlinge leben in Pakistan, zum Großteil seit Jahrzehnten, oft unter schwierigen Bedingungen. Nun fordert Pakistan als Gegenleistung für seine Vermittlung bei den afghanischen Friedensgesprächen die Rückübersiedlung dieser Flüchtlinge.

Pakistan verlangt im Gegenzug für seine Hilfe bei Friedensgesprächen in Afghanistan die Rückübersiedlung von mehr als zwei Millionen afghanischer Flüchtlinge. "Das ist einer der Vorschläge, die wir gemacht haben", sagte ein Beamter des Außenministeriums, der namentlich nicht genannt werden wollte, am Dienstag der dpa. Zuvor war der US-Sondergesandte für Afghanistan, Zalmay Khalilzad, zwei Tage zu Besuch in Islamabad.

Symbolbild: Abgeschobene Afghanen nach ihrer Ankunft in Kabul, Afghanistan

Dem Beamten zufolge schlug Pakistan vor, dass die USA finanzielle und logistische Unterstützung leisten sollten, um Islamabad bei der Rückführung der afghanischen Flüchtlinge zu unterstützen. Pakistan hat seit den afghanischen Kriegen und Bürgerkriegen in den 1980er- und 90er-Jahren Millionen Afghanen beherbergt. Die pakistanische Regierung spricht von derzeit mehr als 2,5 Millionen Menschen.

Die US-Delegation wolle von Pakistan, dass es direkte Gespräche zwischen Kabul und den Taliban in die Wege leite, sagte der Beamte weiter. Seit Sommer des Vorjahres sprechen die USA mit Taliban-Vertretern über eine politische Beilegung des langwierigen Konflikts. Allerdings weigern sich die Islamisten weiterhin, offizielle Friedensgespräche mit der Regierung in Kabul aufzunehmen, die sie als Marionette des Westens betrachten.

Islamabad wurde in der Vergangenheit nachgesagt, großen Einfluss auf die Taliban zu haben. Von Washington wurde der pakistanischen Regierung vorgeworfen, jenen Terroristen Zuflucht zu bieten, die die USA in Afghanistan bekämpften.

Pakistan hatte in den vergangenen Jahren den Druck auf die afghanischen Flüchtlinge erhöht. Im Vorjahr wurden ihre Aufenthaltsgenehmigungen mehrmals nur für zwei oder drei Monate verlängert. Im September verlängerte die Regierung das Bleiberecht für Hunderttausende afghanische Flüchtlinge bis Juli 2019.

Mehr zum Thema - Entscheidung geändert: Pakistan kündigt Ausweisung von zwei Millionen Flüchtlingen an

(rt deutsch/dpa)

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