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Alles für das "Kundenerlebnis": Amazon lässt Privatgespräche mit Alexa "analysieren"

Alles für das "Kundenerlebnis": Amazon lässt Privatgespräche mit Alexa "analysieren"
Steve Rabuchin, Präsident von Amazon Alexa während einer Präsentation in Las Vegas
Die Sprachassistenten von Apple und Google sind neugierig, Alexa von Amazon legt noch einen drauf. Beim Analysieren vom Nutzerverhalten werden teils auch Name, Amazon-Konto und Seriennummer abgegriffen. Kein Problem, sagt Amazon, man nehme den "Datenschutz" ernst.

Die Zahl der Nutzer beträgt aktuell zig Millionen und wächst. Es ist hier die Rede von der "smarten" Softwareassistentin Alexa, gebürtig im Hause Amazon. Jetzt stellte sich heraus, dass - laut dem Finanznachrichten-Dienst Bloomberg - Amazon-Mitarbeiter zum Teil aufgezeichnete Nutzer-Befehle mithören und abtippen sollen.

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Nach Informationen des Unternehmens werde diese heikle Arbeit an etlichen Standorten weltweit, so etwa in Rumänien, Indien, Boston und Costa Rica erledigt. Mitarbeiter in Bukarest berichteten, dass dort pro Schicht etwa 1.000 Mitschnitte produziert würden. Ein Mitarbeiter aus Boston sagte, er habe zum Beispiel Aufzeichnungen mit den Worten "Taylor Swift" analysiert und sie mit der Anmerkung versehen, dass die Nutzer die Sängerin meinten.

Weitere Mitarbeiter würden demzufolge wiederum alles notieren, was die Alexa-Lautsprecher darüber hinaus aufnehmen, so etwa auch Gespräche im Hintergrund des Aufstellungsortes der netten Assistentin, darunter auch Mitschnitte, bei denen die Software bereits ohne das (eigentlich obligatorische!) Aktivierungswort "vorauseilend" mit der Aufnahme begonnen habe.

Laut Bloomberg seien auf einem Screenshot zu einem solchen Transkriptions-Auftrag eine Account-Nummer, der Vorname des Nutzers sowie die Seriennummer des Geräts aufgeführt gewesen.

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Doch irgendwelche Datenschutzbedenken will Amazon nicht gelten lassen, denn diese Informationen würden "streng vertraulich" behandelt:

Beschäftigte haben keinen direkten Zugang zu Informationen, durch die eine Person oder ein Account bei diesem Verfahren identifiziert werden können", so Amazon.

Am Donnerstag erklärte das Unternehmen, zudem versehe man "nur eine sehr geringe Auswahl an Alexa-Sprachaufnahmen mit Kommentaren, um das Kundenerlebnis zu verbessern".

540 Millionen Kundendaten von Facebook wurden auf öffentlich zugänglichen Amazon-Cloud-Servern gespeichert.

Auch in derzeitigen Stellenangeboten werden von Amazon noch Mitarbeiter gesucht, die weitere Ideen mitbringen, um das "Alexa-Kundenerlebnis-Team" zu bereichern:

Wir nutzen Datenanalysen, um das Kundenerlebnis durch datengetriebene Einblicke zu verbessern. Wir arbeiten an einem breiten Spektrum von Projekten, das von sprachgesteuerten Kundenerlebnissen über Backend-Services bis hin zu maschinellem Lernen, großen Datenmengen und Datenwissenschaft reicht", wirbt Amazon.  

Aus Amazons Informationen zu Alexa geht bisher nicht eindeutig hervor, dass unter Umständen auch Menschen die Aufzeichnungen abhören könnten.

Zum Beispiel verwenden wir Ihre Befehle an Alexa, um unsere Systeme zur Spracherkennung und zum Verstehen natürlicher Sprache zu trainieren", heißt es dazu vieldeutig bei "Fragen und Antworten" auf einer Amazon-Seite.

Allerdings könnten Nutzer durchaus in ihren Einstellungen bei Einrichtung des Dienstes der Verwendung ihrer Aufnahmen zwecks Weiterentwicklung des Dienstes widersprechen.

Wie Google und Apple gegenüber dem Finanznachrichten-Dienst erklärten, nutzen auch sie Beschäftigte zur Prüfung von Audioschnipseln, um ihre Assistenten Siri und Google Assistant zu verbessern. Diese Audiodateien ließen aber keinen Rückschluss auf die Identität der abgehörten Nutzer zu.

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