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Trotz US-Drohungen: Russland eröffnet militärisches Ausbildungszentrum in Venezuela

Trotz US-Drohungen: Russland eröffnet militärisches Ausbildungszentrum in Venezuela
Russische und venezolanische Piloten auf dem Flugfeld Maiquetia, Venezuela, 2018
Russland hat sein erstes militärisches Trainingszentrum in Venezuela eröffnet. Währenddessen stößt Washington weitere Drohungen in Richtung Moskau aus. Zudem bedrohe Russland durch sein vermeintlich provokantes Verhalten den "internationalen Frieden".

Russland trotzt in Venezuela weiterhin den USA. Wie die russische staatliche Gesellschaft Rostec mitteilte, wurde im Rahmen eines Vertrages zwischen dem Moskauer Unternehmen Rosoboronexport und der staatlichen venezolanischen Compañia Anonima Venezolana De Industrias Militares (CAVIM) "ein modernes Hubschrauber-Ausbildungszentrum eröffnet".

Dabei ließ man sich offensichtlich nicht von der jüngsten Drohung von US-Präsident Donald Trump beeindrucken, der erneut forderte, dass Moskau "aus Venezuela raus müsse". Dabei ließ Trump nicht unerwähnt, dass auch in dieser Sache "alle Optionen auf dem Tisch" lägen.

US-Außenminister Mike Pompeo stieß ins gleiche Horn wie sein Dienstherr.

Russland muss Venezuela verlassen", forderte er am Army War College in Carlisle, Pennsylvania.

Zuvor hatte er gegenüber einem Radiosender erklärt, dass "Maduro auch gehen muss, und das ist das Ziel unserer Mission", während er die venezolanische Regierung gleichzeitig beschuldigte, eine "historische Wirtschaftskrise verursacht zu haben".

Von den US-Forderungen an die Adresse Moskaus ungerührt, betont Rostec währenddessen, dass "Venezuela seit 2005 Russlands größter lateinamerikanischer Partner im Bereich der militärisch-technischen Zusammenarbeit" sei.

Über den genauen Standort des militärischen Ausbildungszentrums drangen indes keine näheren Informationen an die Öffentlichkeit. Doch laut Rostec wird das Zentrum venezolanischen Piloten erlauben, "sich einer umfassenden Schulung in der Bedienung und dem Einsatz von Mi-17V-5-, Mi-35M- und Mi-26T-Hubschraubern unter realitätsnahen Bedingungen zu unterziehen".

Demnach ermögliche das Zentrum auch die Simulation von Nicht-Standard-Situationen.

Das Zentrum macht die Ausbildung von Piloten sicherer, effizienter und senkt die Kosten deutlich", heißt es in einer Erklärung.

Mehr zum Thema - Trump: Russland muss Venezuela verlassen – alle Optionen offen

Derweil teilte der venezolanische Außenminister Jorge Arreaza gegenüber Reportern mit, dass er sich mit Elliot Abrams getroffen habe, um die aktuelle Situation zu erörtern. Demnach weigerte sich Abrams jedoch, die angespannte Situation auf dem Verhandlungsweg zu überwinden.

Wenn Venezuela, Bolivien, Kuba, Nicaragua oder andere lateinamerikanische Länder Wirtschaftsbeziehungen zu Russland, der Türkei, China und Indien aufbauen wollen, sagen sie, dass Washington keine anderen potenziellen Mächte in seinem Amerika zulässt", erklärte Arreaza, wie die staatliche türkische Nachrichtenagentur Anadolu im Rahmen seiner Reise nach Ankara berichtet.

Neben Trump, Pompeo und Abrams ist es vor allem auch US-Sicherheitsberater John Bolton, der sich mit Warnungen gegenüber Moskau hervortut. Warnungen, deren Logik im umgekehrten Fall für Washington offensichtlich keine Geltung hat.

Maduro gegen alle – alle gegen Maduro. Die bevorzugte Story hiesiger Medien.

So war es Bolton, der "Akteure der nicht-westlichen Hemisphäre davor warnte, militärische Vermögenswerte nach Venezuela oder anderswo in der [westlichen] Hemisphäre zu entsenden, mit der Absicht, militärische Operationen auf- oder auszubauen". Ebenso überbrachte Bolton die Botschaft, wonach die Trump-Administration "solche provokativen Aktionen als direkte Bedrohung für den internationalen Frieden und die Sicherheit in der Region" betrachte.

Bislang liefen die wortgewaltigen US-Apologeten des Regime-Change in Venezuela mit ihren Drohungen und Forderungen Richtung Moskau jedoch ins Leere. Gewertet wird das schrille Gebaren aus Washington nicht als Zeichen der Stärke, sondern umgekehrt als Zeichen der Schwäche. Laut der Sprecherin des russischen Außenministeriums Marija Sacharowa sind die USA "nervös", weil Washingtons "geplanter schneller Machtwechsel in Caracas fehlgeschlagen" sei. Sie verwies dabei auch auf die lange Geschichte des US-Interventionismus in Lateinamerika und anderswo auf der Welt.

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