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Terrorangriff in Neuseeland: Attentäter besuchte in den letzten Jahren mehrere Balkanländer

Terrorangriff in Neuseeland: Attentäter besuchte in den letzten Jahren mehrere Balkanländer
Seine Waffen tragen unter anderem Namen von Schlachtorten und Kämpfern, die auf dem Balkan gegen die Osmanen gekämpft hatten. Der Attentäter von Christchurch ist offenbar ein Kenner der Geschichte des Balkans. Nun wurde bekannt, dass er mehrmals in der Region war.

Der mutmaßliche Haupttäter des Moschee-Massakers in Christchurch in Neuseeland habe im November 2018 als Tourist eine Reihe historischer Orte in Bulgarien besucht, sagte der bulgarische Generalstaatsanwalt Sotir Zazarow am Freitagabend nach einem Treffen von Regierungsvertretern mit den Geheimdiensten.

Der Attentäter sei demnach im vergangenen Herbst von Dubai nach Bulgarien geflogen. Das Balkanland habe er vom 9. bis 15. November 2018 bereist, wobei er Gasthäuser den Hotels vorgezogen habe. Anschließend sei der Attentäter mit einer rumänischen Fluggesellschaft von Bulgarien nach Bukarest weitergeflogen. In Rumänien habe er ein Auto gemietet, um nach Ungarn weiterzureisen. Es sei unklar, ob er allein unterwegs gewesen ist.

Nun soll ermittelt werden, ob der 28-jährige Australier wirklich nur als Tourist in der Region unterwegs war, um die historischen Stätten zu besuchen, oder ob er andere Ziele verfolgt hat. Sofia prüft nun vor allem, was für Kontakte der Australier in Bulgarien hatte. Über mögliche Terroraktivitäten in Bulgarien soll es derzeit keine Angaben geben. 

Die Geschichte des Balkans zur Zeit des Osmanischen Reiches kennt er erstaunlich gut.

Ich kann entschieden sagen, dass dieser Mensch ein Spezialist in Balkangeschichte war", sagte der renommierte bulgarische Archäologe Nikolaj Owtscharow der Nachrichtenagentur Focus in Sofia.

Auf der Waffe des Attentäters war unter anderem der Name von Skenderberg (1405-1468) zu lesen, ein albanischer Fürst, der auf dem Balkan einen Aufstand gegen das Osmanische Reich führte. Auch der Name des serbischen Fürsten Lazar Hrebeljanović (1329-1389), der in der Schlacht auf dem Amselfeld gegen die Osmanen gefallen ist, war zu lesen. Nun sollen die Ermittlungen klären, wie der Schütze zu diesen Kenntnissen gekommen ist.

Bereits vom 28. bis 30. Dezember 2016 hatte der Australier nach Kenntnissen der bulgarischen Behörden auch Serbien besucht. Dabei sei er auch durch Montenegro, Bosnien-Herzegowina und Kroatien gereist. Er soll vor allem mit Bussen unterwegs gewesen sein.

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