icon bookmark-bicon bookmarkicon cameraicon checkicon chevron downicon chevron lefticon chevron righticon chevron upicon closeicon v-compressicon downloadicon editicon v-expandicon fbicon fileicon filtericon flag ruicon full chevron downicon full chevron lefticon full chevron righticon full chevron upicon gpicon insicon mailicon moveicon-musicicon mutedicon nomutedicon okicon v-pauseicon v-playicon searchicon shareicon sign inicon sign upicon stepbackicon stepforicon swipe downicon tagicon tagsicon tgicon trashicon twicon vkicon yt

"Fort Trump" - USA unterbreiten Polen "robustes Angebot" für permanente Truppen-Stationierung

"Fort Trump" - USA unterbreiten Polen "robustes Angebot" für permanente Truppen-Stationierung
US-Soldaten halten einen Empfang in Zagan/Polen für die auf Rotationsbasis neu eingetroffenen Kollegen ab. Sollte es bald eine permanente Stationierung geben, käme das einem offiziellen Bruch der NATO-Russland-Grundakte gleich.
Der Plan des polnischen Präsidenten Andrzej Duda scheint aufzugehen: Mit "Fort Trump" versucht er, dem US-Präsidenten eine größere und vor allem permanente Stationierung von Truppen schmackhaft zu machen. In Warschau wurde ihm nun ein "ernsthaft robustes Angebot" unterbreitet.

Zwei Milliarden US-Dollar und die Benennung eines permanenten US-Stützpunktes nach Donald Trump bot der polnische Präsident Duda bei seinem Besuch in Washington im vergangenen September an. Obwohl die Idee im Pentagon ein geteiltes Echo hervorrief, scheint sie dem US-Präsidenten geschmeichelt zu haben. Er beauftragte das Verteidigungsministerium mit der Überprüfung eines möglichen permanenten Stützpunktes bis zum 1. März. John Rood, Unterstaatssekretär im Verteidigungsministerium, reiste nun mit einem Angebot nach Warschau.

Präsidenten der USA und Polen bei ihrem Treffen im Oval Office zusammen mit ihren Ehefrauen am 18. September.

Wie dieses Angebot aussieht und ob es tatsächlich um ein "Fort Trump" geht, wurde allerdings nicht bekannt. Während einer Anhörung im Streitkräfteausschuss des Senats sagte Roods Stellvertreterin Katie Wheelbarger:

Wir haben ein, wie wir denken, sehr ernsthaftes (und) robustes Angebot erstellt und wir arbeiten diese Woche noch an einigen Formalitäten. Wir werden hoffentlich nach diesem Meeting eine solide Grundlage haben, von welcher wir ausgehen können.

Das Angebot der Polen von zwei Milliarden Dollar für die Kostenübernahme nannte Wheelbarger "sehr großzügig", obwohl einige Analysten davon überzeugt sind, dass die tatsächlichen Kosten für Bau und Unterhalt deutlich über dieser Summe liegen werden. Solange aber nicht klar ist, ob die anvisierte Stationierung die gegenwärtige Durchschnittsgröße der US-Truppen in Polen von 4.500 Mann übersteigen wird und sich tatsächlich in Divisionsstärke befinden soll, kann man auch nicht über Kosten diskutieren.

Momentan werden die US-Truppen alle neun Monate ausgetauscht, um die Fassade der NATO-Russland-Grundakte aufrechtzuerhalten, die keine permanente Stationierung von Kampftruppen östlich der deutschen Grenze erlaubt. Unabhängig davon, wie groß diese neue US-Präsenz in Polen werden soll, zeigt dieser Vorgang deutlich, dass Washington der Scharade mit den rotierenden Truppenverlegungen ein Ende bereiten möchte. Einen permanenten Stützpunkt kann dann selbst die Bundesregierung nicht mehr schönreden.

Mehr zum Thema - "Offensichtliche Bedrohung": Moskau warnt Polen davor, permanente US-Militärbasis aufrechtzuerhalten 

Folge uns aufRT
RT

Diese Webseite verwendet Cookies. Klicken Sie hier, um mehr zu erfahren

Cookies zulassen