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Außenminister Venezuelas spricht zu UN-Konvention – US-Diplomaten und Verbündete verlassen den Saal

Außenminister Venezuelas spricht zu UN-Konvention – US-Diplomaten und Verbündete verlassen den Saal
US-Diplomaten haben gemeinsam mit verbündeten Amtskollegen überraschend einen Spaziergang gemacht, als der venezolanische Außenminister Jorge Arreaza in Wien anlässlich einer UN-Drogenkonvention sprach. Die Diplomaten, die sich symbolisch abgewandt hatten, erklärten, dass er eine "unrechtmäßige Regierung" vertrete.

"Die Mitglieder der venezolanischen Delegation hier vertreten heute die illegitime Regierung von Nicolás Maduro und können daher nicht als Sprecher des venezolanischen Volkes angesehen werden", erklärte ein Sprecher der US-Mission bei internationalen Organisationen in Wien nach dem Sturm der Diplomaten aus der Kommission für Suchtstoffe, an dem auch Vertreter aus mehreren lateinamerikanischen Ländern, aus Kanada und einigen europäischen Nationen, darunter Frankreich, teilnahmen.

Arreaza forderte einen multilateralen Ansatz zur Bekämpfung der Drogen und erklärte, dass die "einseitigen wirtschaftlichen Schritte" der USA die Staatskassen dezimiert und ihr Geld entzogen hätten, das man besser zur eigentlichen Drogenbekämpfung hätte einsetzen können.

Heute ist das multilaterale Modell bedroht, und die Situation in Venezuela ist ein Beispiel dafür. Die Regierung der USA hat unser Volk mit einer militärischen Aggression bedroht, mit Gewaltanwendung, die gegen die UN-Charta verstößt", so der venezolanische Außenminister.

Die Journalistin Anya Parampil retweete einen Ausschnitt aus dem Akt der demonstrativen Flucht aus dem Saal und wies auf die Ironie in der Sache hin:

Es ist komisch, dass die USA auf diese Weise bei den Vereinten Nationen auftreten und gleichzeitig die Grundprinzipien dieses internationalen Gremiums (Souveränität & Selbstbestimmung) eklatant verletzen. Was für Kinder.

Andere hatten eine einfachere Sicht auf den Vorgang:

Während die Stromversorgung in Venezuela wieder gewährleistet werden kann, und die Menschen wieder an ihre Arbeitsplätze zurückkehren, kündigte US-Außenminister Mike Pompeo an, dass "das amerikanische Volk zu den belagerten Venezolanern steht" und beschuldigte "das Maduro-Regime", ihnen den Zugang zu Nahrung, Medikamenten und – natürlich – zur Demokratie verweigert zu haben.

Der russische Außenminister Sergei Lawrow erklärte in Bezug auf die Unterstützung der Regierung Maduros: "Unsere Position ist unerschütterlich".

Der Vorfall am Donnerstag war nicht das erste Mal, dass US-Diplomaten den venezolanischen Außenminister verunglimpfen. Bereits letzten Monat haben sie ähnliches veranstaltet, als er in einer Rede vor dem UN-Menschenrechtsrat in Genf Gespräche zwischen US-Präsident Donald Trump und Maduro forderte.

Der selbsternannte Interimspräsident Juan Guaidó, der sich vor fast zwei Monaten zum Staatsoberhaupt Venezuelas ernannte, versprach am Montag, Maduro "sehr bald" zu entmachten und gab diesem die Schuld für die Stromausfälle.

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