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Nach Absturz von Boeing 737 in Addis Abeba: Flugschreiber werden in Deutschland untersucht

Nach Absturz von Boeing 737 in Addis Abeba: Flugschreiber werden in Deutschland untersucht
Ein saudischer Mann, dessen Bruder bei dem Flugzeugabsturz der Ethiopian Airlines ET 302 ums Leben kam, besichtigt nach einer Gedenkfeier Trümmer am Unfallort in der Nähe der Stadt Bishoftu, südöstlich von Addis Abeba, 13. März 2019.
Die Black Boxes einer Boeing 737 MAX 8, die am Sonntag in Äthiopien abstürzte und dabei 157 Menschen tötete, werden zur Analyse nach Deutschland geschickt, sagte ein Sprecher von Ethiopian Airlines. Üblich wäre normalerweise eine Überstellung ins Herstellerland.

Zuvor hatte der Sprecher von Ethiopian Airlines am Mittwoch angekündigt, dass die Black Boxes zur Analyse nach Europa geschickt werden.

Asrat sagte auch, dass der Pilot über Flugsteuerungsprobleme berichtet und um Rückkehr nach Addis Abeba gebeten hatte, von wo aus das Flugzeug auf dem Weg nach Nairobi gestartet war.

Zumindest diese Boeing 737 MAX 8 stürzt nicht so leicht ab: Ein 1:40 Modell der Boeing 737 MAX 8 auf der Internationalen Luft- und Raumfahrtausstellung Berlin auf dem Flughafen Berlin-Schönefeld, 2016

Misstrauen gegenüber Boeing?

Im Normalfall werden die Flugschreiber in das Land des Herstellers überstellt. Eventuell könnte Misstrauen gegenüber dem Unternehmen ausschlaggebend gewesen sein. Bereits im Oktober 2018 kam es zum Absturz einer Boeing 737 MAX 8 in Indonesien. Dem Absturz in Addis Abeba ging danach eine Reihe von Warnungen durch Piloten voraus.

Der Absturz am Sonntag hat weltweit Reaktionen gegen den Betrieb der Boeing 737 MAX ausgelöst, wobei zwei Drittel der ausgelieferten Flotte von diversen Luftfahrtbehörden oder Fluggesellschaften abgestellt wurden. Im Oktober stürzte das gleiche Modell Minuten nach dem Start in Indonesien ab, wodurch 189 Menschen zu Tode kamen und Bedenken über automatisierte Flugsysteme geweckt wurden.

Der Sprecher sagte, dass die Ethiopian Airlines prüfen wird, ob sie nach der Voruntersuchung an der Bestellung weiterer Maschinen 737 MAX 8 festhält, dass aber die Beziehung zu Boeing eng bleiben werden.

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Auch Kanada verbietet Flüge

Kanada ist das vorerst letzte Land, in dem das Betreiben von Flugzeugen des Typs Boeing 737 MAX nun vorerst verboten wurde.

Verkehrsminister Marc Garneau sagte auf einer Pressekonferenz, Ottawa werde die Jets vom Typ Boeing 737 MAX 8 und 9 daran hindern, Kanada zu verlassen, in Kanada zu landen oder Kanada zu überfliegen. Air Canada und der Konkurrent WestJet Airlines betreiben insgesamt 37 Jets Boeing 737 MAX.

Auch nach den Abstürzen darf der Flugzeugtyp jetzt in den USA noch abheben. Die New York Times berichtete, dass der Chef des Luft- und Raumfahrtunternehmens Boeing den US-Präsidenten anrief, um sich gegen ein Startverbot in den USA auszusprechen.

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