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Bundeswehr in Mali: Maas fordert langen Atem in "sehr gefährlichem Einsatz"

Bundeswehr in Mali: Maas fordert langen Atem in "sehr gefährlichem Einsatz"
Bundesverteidigungsministerin Ursula von der Leyen in Koulikoro, Mali, April 2016.
Etwa 870 Bundeswehrsoldaten sollen dabei helfen, das westafrikanische Mali zu stabilisieren. Der Auftrag ist riskant. Außenminister Maas stellt bei einem Besuch bestmögliche Ausrüstung in Aussicht. Wie wichtig die ist, zeigte sich erst vor wenigen Tagen.

Bundesaußenminister Heiko Maas hat die Bundeswehrtruppe in Mali auf einen langen Einsatz in dem von terroristischen Gruppen erschütterten, westafrikanischen Land eingestellt. Bei einem Besuch der deutschen Soldaten der UN-Friedenstruppe Minusma in Gao sprach er am Mittwoch von einem "sehr gefährlichen Einsatz". Der Friedensprozess zwischen der Regierung und Rebellengruppen werde immer wieder von Terroristen torpediert.

Ein Soldat der Bundeswehr steht im November 2018 auf dem Flughafen in der Nähe der Basis in Gao im Norden Malis.

Dagegen müssen wir uns durchsetzen, deshalb braucht man hier wohl auch einen langen Atem."

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In dem UN-Militärlager in Gao am Rande der Sahara beteiligen sich etwa 700 deutsche Soldaten an der UN-Blauhelmtruppe. Auf den zweiten Bundeswehr-Stützpunkt in Mali, etwa 900 Kilometer weiter südlich in Koulikoro, nahe der Hauptstadt Bamako, war am Sonntag ein schwerer Anschlag verübt worden.

Das Lager der EU-Ausbildungsmission EUTM wurde mit Autobomben und Handfeuerwaffen attackiert. Das Al-Kaida-nahe Bündnis Dschamat Nusrat al-Islam wa al-Muslimin (Unterstützergruppe für den Islam und Muslime, JNIM) beanspruchte den Angriff für sich, wie der Sprecher des malischen Militärs, Diaran Koné, am Mittwoch mitteilte. Mehrere Terrorgruppen hatten sich 2017 zu dem Bündnis zusammengeschlossen, darunter Al-Kaida im Islamischen Maghreb (AQMI). Nach Bundeswehrangaben wurden bei dem Angriff drei malische Soldaten verletzt, von den 170 dort stationierten deutschen Soldaten kam niemand zu Schaden.

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Maas stellte der Bundeswehr zusätzlichen Schutz in Aussicht, falls dies nötig sei. Man werde alles dafür tun, dass die Soldaten mit der "bestmöglichen Ausrüstung und bestmöglichen Infrastruktur" für ihre Sicherheit sorgen könnten.

Islamistische Milizen sind vor allem im Norden des Landes aktiv, gerade auch in der Gegend um Gao. Der Süden Malis, wo der Anschlag verübt wurde, galt hingegen bisher als relativ sicher. Der Norden Malis war 2012 vorübergehend in die Hände von Rebellen gefallen und konnte nur durch eine französische Intervention zurückerobert werden.

Maas befindet sich seit Montag auf einer fünftägigen Reise durch drei afrikanische Länder. Vor Mali hatte er Gespräche in Sierra Leone und Burkina Faso geführt.

(dpa/ rt deutsch)

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