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Pentagon-Pläne: Einsatz von Künstlicher Intelligenz zur Kriegsführung

Pentagon-Pläne: Einsatz von Künstlicher Intelligenz zur Kriegsführung
Kampagne gegen "Killer-Roboter" in London, Großbritannien.
Die USA wähnen sich im Wettbewerb mit China und Russland bei Entwicklungen zur Kriegsführung der Zukunft mittels künstlicher Intelligenz. Das Pentagon präsentierte hierfür seine neue Strategie, die dem US-Militär Vorteile im internationalen Vergleich bringen soll.

Das Pentagon vertritt die Ansicht, dass die Künstliche Intelligenz (KI) so weit entwickelt ist, dass sie ein Pfeiler der nationalen Sicherheit des Landes werden kann. Daher solle die KI ihren Weg in alle Aspekte des Militärs finden. Kooperationen mit technologischen Forschungseinrichtungen und der Industrie werden hierfür erweitert. Dana Deasy, Chief Information Officer des Pentagon bei einer Pressekonferenz am Dienstag: 

KI wird nicht nur den Wohlstand der Nation, sondern auch unsere nationale Sicherheit erhöhen. Wir müssen die KI übernehmen, um unsere strategische Position zu halten und uns auf zukünftigen Schlachtfeldern durchzusetzen. 

Google-Chef Sundar Pichai bei der Eröffnung der Niederlassung in Berlin am 22. Januar 2019

US-Unternehmen wie Oracle und IBM, aber auch die deutsche Software-Schmiede SAP als Vorzeige-Unternehmen, haben ihr Interesse für eine Zusammenarbeit mit dem US-Militär bekundet. Mit Google gab es hierbei zuletzt Streit. Tausende Google-Mitarbeiter protestierten gegen eine Zusammenarbeit. Hierbei ging es speziell um Algorithmen, um in Drohnenvideos Zielpersonen als "Objekte" zu identifizieren. Der CEO von Google, Sundar Pichai, entwickelte neue Richtlinien, um den Einsatz von KI für Waffen zu verbieten. 

In dem neuen Bericht des Pentagon heißt es: 

Die Strategie des Verteidigungsministeriums (Department of Defense, DoD) zur künstlichen Intelligenz weist das DoD an, die Einführung von KI und die Schaffung zeitgemäßer Truppen zu beschleunigen (....), um die Sicherheit unserer Nation zu schützen. 

Mittels KI sollen die Risiken für das Militär reduziert sowie internationale Wettbewerbsvorteile erreicht werden. Die KI reduziere dabei das "Risiko ziviler Opfer und von Kollateralschäden": 

Wir müssen die Auswirkungen der neuen Technologien auf dem Schlachtfeld antizipieren, die militärischen Probleme, die bei zukünftigen Konflikten zu erwarten sind, genau definieren und eine Kultur des Experimentierens und der kalkulierten Risikobereitschaft fördern. 

Dabei betont das Papier, die KI werde im "Einklang mit den Werten des Landes eingesetzt". Koordiniert wird die Ausrichtung des Militärs auf den Einsatz der KI durch das "Joint Artificial Intelligence Center" (JAIC), das im vergangenen Juni errichtet wurde.

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