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Moskau weist EU-Ängste vor Abhängigkeit von russischem Gas zurück 

Moskau weist EU-Ängste vor Abhängigkeit von russischem Gas zurück 
Der Kreml-Sprecher Dmitri Peskow am 27. März 2017 während eines Treffens des russischen Präsidenten mit dem serbischen Premierminister im Kreml.
Im Streit über die bald fertiggestellte Gaspipeline Nord Stream 2 hat Kremlsprecher Dmitri Peskow Ängste in der EU vor einer zu großen Abhängigkeit von russischem Gas zurückgewiesen. Das Projekt nütze vielmehr gleichermaßen beiden Seiten – Russland und der EU.

Der Import von russischem Gas sei für die EU-Staaten sicher und viel günstiger als etwa die von den USA geplanten Lieferungen von kostspielig produziertem Flüssiggas. Russland beobachte die Lage um die mögliche Änderung der EU-Gasrichtlinie sehr genau. Damit könnte das von den USA kritisierte Projekt deutlich strenger reguliert werden.

Dem russischen Monopolisten Gazprom droht damit etwa ein Verbot, zugleich Lieferant des Rohstoffs und Betreiber der Leitung zu sein. Das hätte für den Konzern womöglich erhebliche finanzielle Verluste bei dem Milliardenprojekt zur Folge. "Dieses für Russland und die ganze EU nützliche Projekt ist ständig Angriffen von dritten Staaten ausgesetzt – genauer gesagt, von den USA", kritisierte Peskow. Derweil werde weiter an der Leitung gearbeitet. Und Russland hoffe, sie wie geplant Ende des Jahres fertigstellen zu können.

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Nord Stream 2 garantiere eine gegenseitige Abhängigkeit Russlands und der EU, sagte Peskow. Solch ein Nutzen für beide Seiten sei nicht zuletzt der Schlüssel für gute Beziehungen. Die Rohstoffgroßmacht Russland wiederum ist angewiesen auf die Einnahmen aus dem Gasgeschäft. Der Kremlsprecher warnte davor, dass die Einfuhr von Flüssiggas aus den USA etwa 30 Prozent teurer werde als die derzeitigen Lieferungen von Pipelinegas. Mit einem Verständnis von "ehrlichem Wettbewerb" passe das nicht zusammen, so Peskow.

(rt deutsch/dpa)

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