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Außenminister Irans: US-Hilfe für "Diktatoren, Schlächter und Extremisten" hat Nahen Osten ruiniert

Außenminister Irans: US-Hilfe für "Diktatoren, Schlächter und Extremisten" hat Nahen Osten ruiniert
Der iranische Außenminister Mohammed Dschawad Sarif
"Diktatoren, Schlächter und Extremisten", die von den USA unterstützt werden, hätten den Nahen Osten zerstört. Das sagte der iranische Außenminister. Zuvor hatte US-Präsident Trump den Iran als "weltweit führenden Sponsor des Terrors" und eine "korrupte Diktatur" bezeichnet.

"Die Iraner - einschließlich unserer jüdischen Landsleute - würdigen 40 Jahren des Fortschritts trotz des Drucks der USA, während Donald Trump erneut Anschuldigungen gegen uns erhebt", sagte Mohammed Dschawad Sarif seinen Twitter-Followern und verwies auf die Angriffe des US-Präsidenten auf den Iran in seiner aktuellen State of the Union-Ansprache.

Präsident Donald Trump hält am 5. Februar 2019 in Washington eine Rede in der Kammer des US-Repräsentantenhauses im Capitol.

Die Feindseligkeit der USA "hat dazu geführt, dass sie Diktatoren, Schlächter und Extremisten unterstützt, die nichts als Verderben in unsere Region gebracht haben", erklärte Sarif.

In seiner zweiten "State Of The Union"-Ansprache versuchte Trump, die jüngsten Aktionen der USA gegen den Iran zu rechtfertigen. Er versicherte den Politikern, dass seine Regierung "entschlossen gehandelt hat, um den weltweit führenden staatlichen Sponsor des Terrors zu bekämpfen: das radikale Regime im Iran".

Weiter sagte Trump, dass die USA das "katastrophale" Atomabkommen mit dem Iran verlassen hätten - welches das Ergebnis jahrelanger Gespräche und konzertierter diplomatischer Bemühungen von fünf Weltmächten war - "um sicherzustellen, dass diese korrupte Diktatur niemals Atomwaffen erlangt".

Die USA verhängten auch (erneut) die "härtesten Sanktionen aller Zeiten" gegen den Iran, die sich auf den Energie- und Verkehrssektor konzentrieren. Infolgedessen wurden die iranischen Banken vom Zugang zum globalen Finanzkommunikationssystem SWIFT ausgeschlossen.

Sarifs Bemerkungen decken sich mit früheren Kommentaren aus Teheran. Erst im vergangenen Jahr sagte der Spitzendiplomat des Landes seinem französischen Amtskollegen, dass die USA und deren Verbündete "unsere Region durch den Waffenverkauf zu einem Schießpulverdepot gemacht haben".

Später richtete der Außenminister die gleiche Anklage an Europa. "[Die] USA und Europäer sollten aufhören, Hunderte von Milliarden Dollar an Waffen in unsere Region zu stecken, anstatt die Raketen des Iran in Frage zu stellen", schrieb Sarif auf Twitter.

Washington hat eine große Anzahl von Verbündeten im Nahen Osten, vor allem unter den ölreichen Golfmonarchien. Einige von ihnen sind in den andauernden Bürgerkrieg im Jemen verwickelt, der dieses Land an den Rand einer Hungerkatastrophe gebracht hat, während andere dieser Verbündeten durch internationale Nichtregierungsorganisationen immer wieder für Menschenrechtsverletzungen und das Mundtotmachen von politischen Dissidenten angeprangert werden.

Abgesehen davon haben die USA den Syrienkrieg angeheizt, indem sie Oppositionsgruppen kontinuierlich mit Waffen versorgt haben, von denen einige schließlich in die Hände von Terroristen des IS und anderer extremistischer Gruppen gelangt sind.

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