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Iranische PressTV-Journalistin nach 10 Tagen in US-Haft ohne Anklage entlassen

Iranische PressTV-Journalistin nach 10 Tagen in US-Haft ohne Anklage entlassen
Demonstranten fordern die Freilassung von Marzieh Hashemi vor dem Bezirksgericht in Washington, D.C.
Eine in den USA geborene iranische Journalistin wurde am Mittwoch freigelassen, nachdem sie vor einer Grand Jury ausgesagt hatte. Ihre Verhaftung durch das FBI hatte zu Protesten und Rassismus-Vorwürfen gegen Washington geführt.

Die 59-jährige Marzieh Hashemi wurde letzte Woche von FBI-Agenten am Lambert International Airport in St. Louis festgenommen. Die als Melanie Franklin in einer afroamerikanischen Familie in Louisiana geborene Frau ist eine erfahrene TV-Moderatorin und Produzentin für Press TV, dem internationalen englischsprachigen Nachrichtensender des Iran. Die US-Behörden gaben keine Erklärung ab, warum sie verhaftet wurde.

Am Freitag letzter Woche wurde durch einen Gerichtsbeschluss bekannt, dass Hashemi in Gewahrsam genommen wurde, weil sie als wichtige Zeugin in einem nicht näher bezeichneten Strafverfahren aussagen musste. Sie wurde jedoch nicht wegen eines Verbrechens angeklagt. Am Mittwoch erschien sie vor einem Bezirksgericht in Washington, D.C., begleitet von ihrem Sohn, um vor einer Grand Jury auszusagen. Stunden später gingen sie beide wieder. Hashemi wohnt nun bei ihrer Familie in einem Hotel in Washington.

"Sie ist erleichtert, dass es vorbei ist, aber die Familie ist ziemlich wütend und verärgert über die Art und Weise, wie es abgelaufen ist", sagte Abed Ayoud, ein Anwalt des American-Arab Anti-Discrimination Committee.

Drei von Hashemis erwachsenen Kindern wurden vorgeladen, um im selben Fall auszusagen.

Das US-Gesetz, das die Verhaftung von Zeugen erlaubt, wird in der Praxis nur sehr selten angewendet. Nargess Moballeghi, eine Freundin der inhaftierten Journalistin, erklärte RT, dass die Umsetzung des Gesetzes wegen des möglichen Machtmissbrauchs umstritten ist.

"Die ACLU (American Civil Liberties Union) und Human Rights Watch sprachen darüber, wie dieses Gesetz seit dem 11. September 2001 im Grunde genommen dazu benutzt wurde, Muslime auf unbestimmte Zeit ohne Gerichtsverfahren festzuhalten", sagte sie.

Die Verhaftung von Hashemi und die ausbleibende Erklärung aus den USA wurden vom Iran kritisiert. Außenminister Javad Zarif bezeichnete ihre Behandlung als jüngstes Beispiel für Rassismus in Amerika. "50 Jahre nach dem Mord an Martin Luther King verletzen die USA immer noch die Bürgerrechte schwarzer Männer und Frauen", twitterte er am Montag.

Am Mittwoch protestierten Anhänger von Hashemi vor den Büros der Vereinten Nationen in Teheran, während ein weiterer Protest in Washington, D.C. stattfand. Ihre Familie in den USA sagte, dass Black Lives Matter und andere Gruppen, die sich für die Rechte von Schwarzen einsetzen, angeboten haben, Kundgebungen innerhalb der USA zu organisieren, wäre die Haft der Journalistin fortgesetzt worden.

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