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US-Universität warnt Studenten vor Verwendung von WeChat-App in China

US-Universität warnt Studenten vor Verwendung von WeChat-App in China
Chinesischer Drachentanz während der jährlichen chinesischen Neujahrsparade in San Francisco
Eine Universität in den USA hat Studenten, die China besuchen, gewarnt und sie über mögliche Gefahren bei der Nutzung chinesischer Apps informiert. Nach dem Vorfall mit der Huawei-Finanzchefin rät Peking seinen Wissenschaftlern ganz von Reisen in die USA ab.

Die University of California, Davis klärte Studenten darüber auf, dass sie bei der Verwendung von in China entwickelten Smartphone-Apps wie WeChat Vorsicht walten lassen und bei Besuchen in China "ungünstige politische Aussagen oder Postings" in der App vermeiden sollten.

Der stellvertretende US-Generalstaatsanwalt Rod Rosenstein spricht auf einer Pressekonferenz über chinesisches Hacking im US-Justizministerium

Gary Leonard, Director of Liability and Property Programs der UC Davis, verschickte am Montag eine E-Mail an Studenten, einschließlich derjenigen, die in der Abteilung für Elektrotechnik und Computertechnik eingeschrieben sind, und empfahl, dass diejenigen, die nach China reisen, WeChat meiden und um ihrer selbst willen unpolitisch bleiben sollten, so die South China Morning Post.

In der E-Mail hob Leonard die jüngste Spionageanklage gegen einen US-Bürger in Russland hervor, in der die Verwendung von Messaging-Anwendungen durch den Angeklagten als Beweis angeführt wurde.

Unsere Sorge betrifft die Möglichkeit, dass China diese Bedingung ähnlich gegen westliche Reisende anwenden könnte, um Gebühren zu erheben oder als Vorwand, die Ausreise zu verweigern. Wir empfehlen, diese Messaging-Apps zum jetzigen Zeitpunkt nicht zu verwenden", heißt es in der E-Mail.

Es bleibt unklar, ob die UC Davis den Appell zur zusätzlichen Vorsicht von sich aus ausgesprochen hat oder ob der Schritt durch die jüngste Warnung des US-Außenministeriums über Pekings "willkürliche Durchsetzung lokaler Gesetze" und Ausreiseverbote für US-Bürger ausgelöst wurde.

Die Zahl der chinesischen Studenten an der University of California rief ebenfalls Bedenken hervor. Ein Teil dieser Sorgen gilt der Verwendung von Apps und Software wie WeChat, die das geistige Eigentum der Universität und sensible Forschungsprojekte der US-Regierung gefährden könnten.

Im November 2017 sollen einige chinesische Studenten an der Universität freiwillig einen selbsternannten Zweig der Kommunistischen Partei Chinas aufgelöst haben, nachdem sie darauf hingewiesen wurden, dass sie mit den lokalen Gesetzen in Kalifornien in Konflikt geraten könnten.

Unterdessen sollen Chinas Spitzenforscher und Wissenschaftler, die in sensiblen und grenzüberschreitenden High-Tech-Sektoren tätig sind, die Anweisung erhalten haben, Reisen in die USA zu vermeiden, nachdem Washington langfristige Visa für chinesische Wissenschaftler widerrufen und sogar einige von ihnen wegen Spionage festgenommen hat.

Die auf Wunsch Washingtons erfolgte Verhaftung von Meng Wanzhou, der Finanzchefin des chinesischen Technologiekonzerns Huawei durch Kanada im Dezember fand in den Warnungen an diejenigen, die in die USA reisen, ebenfalls eine Erwähnung.

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