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USA nicht in der Lage, sich gegen russische und chinesische Hyperschallwaffen zu verteidigen

USA nicht in der Lage, sich gegen russische und chinesische Hyperschallwaffen zu verteidigen
Zu den gefürchtetsten Waffen der Welt gehört die russische RS-24 Jars Interkontinentalrakete, wie sie bei der Militärparade zum Tag des Sieges am 9. Mai 2018 in Moskau gezeigt wurde.
Ein Bericht des US-Rechnungshofes sorgt für erheblichen Wirbel in Washington. Nach Untersuchungen von verschiedenen Ministerien steht fest, dass die USA über keine technischen Möglichkeiten verfügen, sich gegen russische und chinesische Hyperschallwaffen zu verteidigen.

Die am 1. März 2018 vom russischen Präsidenten Wladimir Putin vorgestellten neuen Waffensysteme, wie Avangard und Kinzhal, haben das Kräfteverhältnis im militärischen Bereich mächtig durcheinander gebracht. Wie einst die Erfindung der Atombombe, mit welcher die USA die ultimative Waffe im Arsenal besaßen und für wenige Jahre unliebsame Regierungen bedrohen konnten (wie China, Korea, die Sowjetunion und Vietnam), ohne dass diese sich militärisch dagegen zur Wehr setzen konnten. So war es dann auch US-Präsident Dwight "Ike" Eisenhower, der mit der Resolution 5810/1 des Nationalen Sicherheitsrates Nuklearwaffen mit konventionellen Waffen "aus militärischer Sicht" gleichstellte und sie natürlich auch einsetzen wollte, um "nationale Ziele" zu erreichen. Auch den Einsatz von biologischen und chemischen Waffen erlaubte Ike mit dieser Resolution, "falls deren Einsatz die militärische Effizienz der Streitkräfte erhöht".

Eine russische MiG-29 beim Start.

Eine ähnliche Wirkung haben die neuen Hyperschallwaffen, die Russland und China entwickeln. Mit Geschwindigkeiten von weit über 10.000 km/h – die Avangard soll sogar 24.500 km/h erreichen können – operieren Raketen wie die bereits im Einsatz stehende Zirkon jenseits jeglicher Verteidigungsmöglichkeiten von NATO-Ländern. Die modernste britische Raketenabwehr kann Raketen mit einer Geschwindigkeit bis maximal 3.700 km/h abfangen. Das bedeutet, dass gerade die britische Flotte, die einst das Rückgrat des britischen Imperiums und dessen Machtprojektion darstellte, gegen die Zirkon-Antischiffsrakete absolut schutzlos ist.

Dasselbe gilt auch für die US Navy, die im Grunde dieselbe Rolle für die globale Machtprojektion der Vereinigten Staaten von Amerika eingenommen hat, wie die Marine Großbritanniens zuvor. Zu diesem Schluss kam der Bericht des Government Accountability Office (GAO), des US-Rechnungshofs:

China und Russland verfolgen (die Entwicklung) von Hyperschallwaffen, weil deren Geschwindigkeit, Höhe und Beweglichkeit die meisten Raketenabwehrsysteme besiegen könnten. Und sie könnten benutzt werden, um die Langstreckenmöglichkeiten von einem konventionellen und nuklearen Schlag zu verbessern. Es gibt keine Gegenmaßnahmen.

Zu dieser Einschätzung kam das GAO nach Rücksprache und Untersuchungen mit 35 verschiedenen Ministerien und Regierungsorganisationen, die sich zu neuen Gefahren für die nationale Sicherheit der USA äußern sollten. Nebst klimatischen Herausforderungen, Umwelt- und Gesundheitsgefahren spielte die in Kürze zu erwartende strategische Parität von Waffensystemen eine große Rolle in diesem Bericht. Ob Hyperschallraketen, Interkontinentalraketen, Kampfjets oder U-Boote, überall spiegelt sich die Panik wider, dass die USA ihre militärische Dominanz verlieren.

Damit das nicht geschieht, will Washington mit sehr viel Geld verloren gegangenes Terrain wieder aufholen. So hat das Pentagon kurz nach Putins Vorstellung der neuen Waffensysteme einen Vertrag mit dem Rüstungskonzern Lockheed Martin über 928 Millionen US-Dollar abgeschlossen, um eine "konventionelle Hyperschallwaffe" zu bauen. Allerdings muss diese zuerst entworfen, getestet und schließlich implementiert werden – ein Vorgang, der Jahrzehnte dauern könnte. Vier Monate später erhielt der Konzern einen weiteren Auftrag im Wert von 480 Millionen US-Dollar, um einen "zweiten Prototyp einer Hyperschallwaffe" zu entwerfen.

 

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