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"Verbündete sollten verlässlich sein" – Macron bedauert Trumps Entscheidung zu Rückzug aus Syrien

"Verbündete sollten verlässlich sein" – Macron bedauert Trumps Entscheidung zu Rückzug aus Syrien
Der französische Präsident Emmanuel Macron hat die Entscheidung seines amerikanischen Amtskollegen, Truppen aus Syrien abzuziehen, bedauert. Ein solcher Schritt sei für jeden "Verbündeten" ungebührlich, da ein solcher "zuverlässig" sein sollte, sagte er.

"Ich bedauere die Entscheidung über Syrien sehr”, erklärte Macron am Sonntag auf einer Pressekonferenz während seines Besuchs im Tschad. Vergangene Woche kündigte Donald Trump den Abzug der US-Truppen aus Syrien an und verwies auf die "Niederlage" des IS. Obwohl der US-Präsident dies zuvor versprochen hatte, überraschte die eigentliche Entscheidung offenbar viele.

AFP PHOTO / TÜRKISCHER PRESSEDIENST DES PRÄSIDENTEN / KAYAN OZER

"Verbündete zu sein bedeutet, Seite an Seite zu kämpfen. Es ist das Wichtigste für ein Staatsoberhaupt und ein Oberhaupt des Militärs", erklärte Macron und fügte hinzu: "Ein Verbündeter sollte verlässlich sein." Während er Trump verurteilte, lobte der französische Präsident den scheidenden US-Verteidigungsminister James Mattis und sein Rücktrittsersuch, in dem er über die Bedeutung von Allianzen schrieb.

Ich möchte hier General Mattis und den Kommentaren, die seine Entscheidung begleiteten, Anerkennung zollen, denn ein Jahr lang haben wir gesehen, dass er ein zuverlässiger Partner war", so Macron.

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Paris werde seine Operationen in Syrien fortsetzen, erklärte der Präsident und bekräftigte die französische Unterstützung für die Milizen der sogenannten Syrische Demokratische Kräfte (SDF), die von der kurdischen YPG angeführt werden. Französische Truppen, bei denen man von einer geringen Truppenstärke ausgeht, bleiben ohne Mandat in Syrien – genau wie die nun wahrscheinlich abziehenden amerikanischen Streitkräfte – und besetzen die Gebiete eines souveränen Staates.

"Frankreich wird sich nicht mehr hinter den USA verstecken können"

Macrons Reaktion auf Trumps Erklärung kam nicht unerwartet, da Paris die Präsenz der USA benötigt, um selbst in der Region zu bleiben. Frankreich versucht, sich als unabhängiger Spieler darzustellen, glaubt Patrick Henningsen, Analyst in globalen Fragen und Gründer von 21st Century Wire.

Einerseits will Macron Frankreich als unabhängigen staatlichen Akteur mit eigener unabhängiger Entscheidungsfähigkeit, insbesondere in Bezug auf die Sicherheit, darstellen. Aber in Wirklichkeit will er, dass die USA auf der Seite der sogenannten Bemühungen der Koalition im Nahen Osten bleiben", sagte Henningsen.

Der Rückzug der USA aus Syrien stellt ihre kleinen Partner "nicht nur militärisch, sondern auch diplomatisch" bloß, da es für sie ziemlich schwierig werden könnte, ihrem heimischen Publikum zu erklären, was genau sie in Syrien tun.

Donald Trump spottet über Rückzug von US-Sondergesandtem für Kampf gegen IS (Archivbild)

"Was Macron tut, ist in Wirklichkeit die Verhüllung von Geheimoperationen, die bereits viele Jahre fortgeschritten sind. Ich denke, im Fall Frankreichs sind es bereits sechs oder sieben Jahre – die Geheimoperation zur Destabilisierung Syriens", sagte Henningsen und fügte hinzu, dass der "Regimewechsel" in Syrien seit Jahren auf der Tagesordnung einer ganzen Reihe von Ländern steht.

"Wenn die Koalition zerbricht, mit anderen Worten, wenn die USA Syrien verlassen, dann wird Frankreich einer größeren Kontrolle ausgesetzt. Davor konnten sie sich unter dem Flügel der Vereinigten Staaten verstecken, ebenso wie Großbritannien. Der Rückzug der USA aus Syrien, aus einer illegalen Besetzung Nordostsyriens, führt also dazu, dass ihre anderen Koalitionspartner auf der Strecke bleiben."

Der größte Teil der Mitglieder der "sogenannten Anti-ISIS-Koalition" hat praktisch nichts zum Kampf beigetragen, während die lokalen Kräfte – irakische und syrische Regierungen neben ihren Verbündeten – die Hauptlast trugen. Der Ausstieg der USA könnte letztendlich das Ende der gesamten Koalition bedeuten, warnte Henningsen:

Die so genannte Anti-ISIS-Koalition umfasst [rund] 70 Länder. Nur sehr wenige dieser Länder haben etwas getan, um ISIS zu bekämpfen oder zu besiegen, außer symbolischen Gesten oder Flugeinsätze. Die USA waren der Klebstoff, der diese Koalition zusammenhielt, und wenn sie austreten, wird die Koalition effektiv fragmentiert und vom operativen Standpunkt aus nicht mehr spürbar sein.

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