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Seit Machtübernahme des Kronprinzen: Hinrichtungen in Saudi-Arabien haben sich verdoppelt

Seit Machtübernahme des Kronprinzen: Hinrichtungen in Saudi-Arabien haben sich verdoppelt
Proteste gegen Hinrichtungen in Saudi-Arabien vor der saudischen Botschaft in Jakarta, Indonesien, 20. März 2018.
Die Zahl der Exekutionen in Saudi-Arabien lagen zwischen Juni 2017 und März 2018 bei 133. Die Hälfte davon betraf Bürger anderer Staaten. Acht Monate vor diesem Zeitraum, als Kronprinz Mohammed bin Salman noch nicht an der Macht war, waren es nur 67.

Seit dem Jahr 2014 hat es in Saudi-Arabien 700 Hinrichtungen gegeben. Unter den nicht-saudischen Staatsbürgern, die zwischen Juni vergangenen Jahres und März 2018 hingerichtet wurden, waren viele arme Migranten, die Drogen schmuggelten. Die meisten stammten aus Südostasien. 62 Pakistanis wurden in den letzten fünf Jahren wegen Drogenschmuggels getötet. Diese machen 47 Prozent der Gefängnisinsassen aus.

Der Höchststand wurde im Juli erreicht. 27 Menschen wurden hingerichtet. Vor dem Mord an dem saudischen Journalisten Jamal Khashoggi wurde der saudische Kronprinz Mohammed bin Salman als Reformer des Landes gefeiert. Mit "Vision 2030" soll das Land modernisiert werden. Die Aufhebung des Fahrverbots für Frauen aber ging mit der Inhaftierung von Aktivistinnen einher, die hierfür gekämpft hatten. Kritische Stimmen gegen das Königshaus und für einen Wandel werden systematisch unterdrückt, öffentliche Versammlungen bleiben untersagt. Menschenrechtsorganisationen bleibt es untersagt in Saudi-Arabien tätig zu sein. 

Die frisch gewählte Kongressabgeordnete Raschida Tlaib freut sich über ihre Ziehung für ihr neues Büro im Kongress.

Der Kronprinz soll am Auftragsmord an dem Kritiker des Königshauses im saudischen Konsulat in Istanbul beteiligt gewesen sein. US-Senatoren und türkische Behörden sind angesichts der ihnen vorliegenden Beweise von der Schuld bin Salmans überzeugt. 

Die Statistik der Hinrichtungen widerspricht den Ankündigungen des Kronprinzen. Im vergangenen April sagte er dem Time Magazine, sein Land könnte die Gesetze bezüglich der Hinrichtungen wegen Drogendelikten ändern. Eine Person müsse nur dann hingerichtet werden, wenn sie einer anderen das Leben genommen hat. Für den saudischen Geheimdienst plant Salman nach dem Fall Khashoggi, drei neue Aufsichtsbehörden zu schaffen. Die Kontrolle hierüber obliegt dem Kronprinzen.

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Die häufigste Form der Hinrichtung in Saudi-Arabien ist das Töten durch Enthauptung, gefolgt von öffentlicher Steinigung.

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