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Interpol-Chef warnt Europa vor ISIS 2.0 – wenn Jihadisten mit kurzen Haftstrafen entlassen werden

Interpol-Chef warnt Europa vor ISIS 2.0 – wenn Jihadisten mit kurzen Haftstrafen entlassen werden
Symbolbild
Europa sollte sich auf eine neue Welle von Terroranschlägen einstellen, sobald Anhänger des IS, die kurze Haftstrafen verbüßen, in einigen Jahren aus den Haftanstalten entlassen werden, warnt der Leiter von Interpol.

Die nächste große terroristische Bedrohung in Europa könnte von IS-Anhängern ausgehen, die sich derzeit wegen geringfügiger terroristischer Verbrechen in Haft befinden, so Interpol-Generalsekretär Jürgen Stock. Da sie in den kommenden Jahren aus dem Gefängnis entlassen werden, ist es wahrscheinlich, dass ihre radikalen Überzeugungen einen Rückfall auslösen werden.

"In vielen Teilen der Welt, in Europa, aber auch in Asien, wird diese Generation von frühen Unterstützern in den nächsten Jahren freigelassen werden, und sie können wieder Teil einer terroristischen Gruppe oder derjenigen sein, die terroristische Aktivitäten unterstützen", sagte Stock und schätzte, dass der durchschnittliche Jihadist hinter Gittern eine Strafe von zwei bis fünf Jahren verbüßt.

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"Wir könnten bald vor einer zweiten Welle anderer Individuen stehen, die Verbindungen zum IS haben oder radikalisiert sind, die man ISIS 2.0 nennen könnte", sagte er der Anglo-American Press Association.

Von möglichen Mitgliedern von IS-Schläferzellen einmal abgesehen, herrscht seit dem Untergang des sogenannten Islamischen Staates eine anhaltende Gefahr, die von terroristischen Rückkehrern aus dem Irak und Syrien ausgeht. Diese enttäuschten Kämpfer, die nichts zu verlieren haben, sind zu einem wichtigen Thema für die lokale Strafverfolgung geworden.

"Die Sicherheitsbehörden sind besorgt darüber, wenn sie zurückkommen, weil die meisten von ihnen kampferprobt, ausgebildet und international vernetzt sind", sagte Stock und bemerkte, dass es für die Terroristen "eine große Chance war, sich auf internationaler Ebene zu vernetzen".

"Diese Kontakte existieren noch immer und das sollten wir nicht vergessen", mahnte er.

Es ist ungewiss, wohin die zurückweichenden Jihadisten fliehen werden, wenn sie aus Syrien und dem Irak herausgedrängt sind. Die wahrscheinlichsten Ziele sind Südostasien oder Afrika, wo es immer noch terroristische Brutstätten gibt. Eine weitere Möglichkeit für die Jihadisten besteht darin, sich zurückhaltend zu verhalten und zu versuchen, nach Europa zurückzukehren.

"Da ISIS geografisch besiegt ist, werden diese Personen entweder versuchen, in andere Konfliktgebiete in Südostasien oder Afrika zu ziehen, oder sie bleiben in Europa, um Angriffe durchzuführen", so Stock.

Interpol hat etwa 45.000 verdächtige ausländische Kämpfer in seiner Datenbank gelistet. Für die lokale Polizei ist es aber eine Sisyphusaufgabe, sie aufzuspüren, da viele auf dem Schlachtfeld umgekommen sind, einige in Syrien oder im Irak versteckt sind und der Aufenthaltsort vieler weiterer unbekannt ist.

Geheimdienste vieler Ländern, auch in Europa, das in den letzten Jahren eine Flut von islamistisch motivierte Terroranschlägen erlebt hat, haben wegen der Bedrohung durch IS-Rückkehrer Alarm geschlagen.

Der Geheimdienstchef hat auch davor gewarnt, dass Kinder von Jihadisten aus Kriegsgebieten in die Fußstapfen ihrer Eltern treten könnten, wenn sie älter werden. Hans-Georg Maaßen vertrat die Ansicht, dass sowohl Witwen als auch Kinder von IS-Kämpfern wie Jihadisten zu behandeln seien und begründete dies damit, dass sie ein erhebliches Sicherheitsrisiko darstellten, nachdem sie durch IS-Propaganda einer Gehirnwäsche unterzogen wurden.

Ähnliche Bedenken äußerten die französischen Behörden. Nach Frankreich sind mindestens 300 jihadistische Militante aus Syrien und dem Irak zurückgekehrt. Sie forderten, dass französische Bürger, die wegen Terroranschlägen in Syrien und im Irak verhaftet wurden, dort vor Gericht gestellt und nicht nach Frankreich zurückgebracht werden sollten.

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