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"Rauchende Säge": US-Senatoren von Schuld des saudischen Kronprinzen im Mordfall Khashoggi überzeugt

"Rauchende Säge": US-Senatoren von Schuld des saudischen Kronprinzen im Mordfall Khashoggi überzeugt
Der saudische Kronprinz Mohammad bin Salman bei seiner Ankunft in Algeriens Hauptstadt Algier am Sonntag.
Nach einem Briefing mit der CIA-Direktorin sind US-Senatoren davon bezeugt, dass der saudische Kronprinz Mohammad bin Salman für den Mord an dem Journalisten Jamal Khashoggi vor zwei Monaten verantwortlich ist. Die Beweislage sei eindeutig.

Nach einem geheimen Briefing durch CIA-Direktorin Gina Haspel sehen sich US-Senatoren in ihrer Auffassung bestätigt, dass der saudische Kronprinz Mohammed bin Salman (MBS) persönlich für die Ermordung des Journalisten Jamal Khashoggi verantwortlich ist.

Verkleidet als Donald Trump und Mohammad bin Salman protestieren Aktivisten vor dem US-Außenministerium in Washington und fordern Sanktionen gegen Saudi-Arabien.

Haspel informierte am Dienstag rund ein Dutzend Senatoren über die Erkenntnisse ihres Geheimdienstes zum Tod von Khashoggi im saudischen Konsulat in Istanbul vor zwei Monaten. Nach der Unterredung sagte der republikanische Senator Bob Corker, der den Vorsitz des Auswärtigen Ausschusses des Senats innehat:

Ich habe keinerlei Zweifel daran, dass Kronprinz MBS den Mord angeordnet und überwacht hat und genau wusste, was geschehen ist. Es war im Voraus geplant. Wenn er vor einer Gerichts-Jury stünde, würde er innerhalb von 30 Minuten verurteilt werden. Schuldig.

Zuvor hatten Vertreter der US-Regierung wie Außenminister Mike Pompeo und Verteidigungsminister James Mattis erklärt, die Geheimdienstinformationen beinhalteten keine "smoking gun" ("rauchender Colt") für eine Schuld des Kronprinzen. Die Redewendung wird als Synonym für einen schlagenden Beweis verwendet.

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"Es ist kein rauchender Colt, sondern eine rauchende Säge", formulierte der republikanische Senator Lindsey Graham nach dem Briefing sarkastisch. Er spielte damit auf Berichte an, wonach Khasghoggis Leichnam in dem Konsulat zersägt wurde. Graham fügte hinzu:

Die Chancen stehen bei null, dass dies in einer solchen Weise ohne das Wissen des Kronprinzen organisiert wurde.

Graham war ein enger Weggefährte des ausgesprochenen Trump-Kritikers John McCain. Nach dessen Tod im August hat Graham die Agenda des Präsidenten aber weitgehend unterstützt. Doch im Fall Saudi-Arabiens hat sich Graham den Trump-Kritikern angeschlossen.

Die Abrissbirne und der tiefe Staat

"Wenn John McCain am Leben wäre, glaube ich, dass er heute an meiner Seite stehen und die Anklage gegen den Kronprinzen führen würde, für das, was er unseren Beziehungen angetan hat und für die Art und Weise, wie er die Region destabilisiert hat", sagte Graham am Dienstag gegenüber Journalisten. In einem Meinungsbeitrag für das Wall Street Journal bezeichnete der Senator den Kronprinzen als "Abrissbirne für die saudisch-amerikanischen Beziehungen", dessen Verhalten nur dem Iran nutze.

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Für Unmut unter Kongressmitgliedern sorgte die Entscheidung des Weißen Hauses, nur eine kleine Auswahl an Senatoren an dem Briefing teilhaben zu lassen. Senator Rand Paul kommentierte dazu auf Twitter:

Die CIA-Direktorin kommt in den US-Senat und informiert nur einige wenige Mitglieder. Warum sollte nicht jeder Senator wissen, was los ist? Der tiefe Staat will alle im Unklaren lassen. Das ist einfach lächerlich!

Graham gab Paul daraufhin Recht und schrieb ebenfalls auf Twitter: "In dieser Sache stehe ich zu Rand!" "Ich denke, es wäre gut gewesen, den kompletten Senat dabei zu haben", pflichtete auch Senator Corker bei. Auf die Frage, warum das Briefing begrenzt war, antwortete er: "Ich weiß es nicht."

Wie am Mittwoch bekannt wurde, hat die türkische Generalstaatsanwaltschaft inzwischen Haftbefehle gegen einen ehemaligen stellvertretenden saudischen Geheimdienstchef sowie einen ehemaligen Adjutanten des Kronprinzen beantragt.

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