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Russland geführte Eurasische Wirtschaftsunion auf dem Weg zur Unabhängigkeit vom US-Dollar

Russland geführte Eurasische Wirtschaftsunion auf dem Weg zur Unabhängigkeit vom US-Dollar
Die Mitgliedstaaten der Eurasischen Wirtschaftsunion (EEU) haben die Abwicklung ihres Handels in lokaler Währung in der ersten Jahreshälfte 2018 auf 70 Prozent erhöht. Das erklärte der stellvertretende Vorsitzende des russischen Regierungspersonals am Dienstag.

"In den ersten sechs Monaten des laufenden Jahres lag der Anteil der Abrechnungen in Landeswährung zwischen den Mitgliedern der EEU bei über 70 Prozent", sagte der stellvertretende Vorsitzende Sergei Prichodko bei einer Konferenz in Anwesenheit des russischen Premierministers Dmitri Medwedew.

"Das weitere Wachstum der Zahl wird durch die Gewährleistung der makroökonomischen und finanziellen Stabilität, die Schaffung eines gemeinsamen Finanzmarktes und die Harmonisierung der legislativen Kontrolle über den Finanzsektor erreicht", fügte Prichodko hinzu.

Nach Angaben des russischen Beamten macht einen Großteil des Handels in Landeswährung der Handel mit Russland aus und wird über Rubel abgewickelt. Die Möglichkeiten, den Anteil solcher Finanzabwicklungen zu erhöhen, hängen in erster Linie von der Entwicklung der Handelsbeziehungen zwischen den Mitgliedsländern des Bündnisses ab, sagte er.

Der russische Premierminister Dmitri Medwedew mit seinem vietnamesischen Amtskollegen Nguyen Xuan Phuc.

Die Eurasische Wirtschaftsunion ist nicht die einzige Allianz von Ländern, die bereit ist, den US-Dollar durch alternative Währungen im Handel zu ersetzen. Anfang des Jahres hat die Schwellenländer-Gruppe BRICS, bestehend aus Brasilien, Russland, Indien, China und Südafrika, Schritte unternommen, um den Handel in lokalen Währungen zu erhöhen und damit den US-Dollar künftig zu umgehen.

Länder wie China, Russland, Iran, Irak, Venezuela und andere planen außerdem, der US-Nationalwährung im Ölgeschäft durch eine bewusste Sanktionspolitik zu begegnen, wie sie von Washington in den letzten Jahren umgesetzt wurde.

In der weißrussischen Hauptstadt Minsk hat die Sitzung des Eurasischen Zwischenstaatlichen Rates begonnen. Auf der Tagesordnung des Treffens stehen die Digitaltechnik, die Zusammenarbeit in den Bereichen Handel, Industrie und Landwirtschaft, Energie, Wirtschafts- und Finanzpolitik. Die Teilnehmer werden auch die Schaffung eines gemeinsamen Gasmarktes für die Union, den Entwurf eines Konzepts für den gemeinsamen Finanzmarkt sowie andere Fragen der supranationalen Regulierung erörtern.

Die 2015 offiziell ins Leben gerufene Eurasische Wirtschaftsunion umfasst derzeit fünf Mitgliedstaaten – Russland, Belarus, Armenien, Kasachstan, Kirgisistan und Moldawien als Beobachterstaat. Tadschikistan, Usbekistan, die Mongolei, Turkmenistan, Iran, die Türkei, Syrien und Tunesien erwägen laut Berichten einen Beitritt zur Union.

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