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Ausgerechnet Saudi-Arabien: Staatliches Plakat sichert Jemeniten und deren Kindern Beistand zu

Ausgerechnet Saudi-Arabien: Staatliches Plakat sichert Jemeniten und deren Kindern Beistand zu
Wer kümmert sich um leidende und hungernde jemenitische Kinder, während die von Saudi-Arabien geführte Koalition weiter angreift? Menschenrechtsgruppen, Hilfsorganisationen? Nein. Die irritierende Antwort laut eines Plakats des Außenministeriums in Riad: Saudi-Arabien.

Drei Jahre nach Beginn des Jemenkriegs wirbt Saudi-Arabien, das die Militärintervention anführt, damit, dass es den Jemeniten "beisteht". "Eure Kinder … unsere Kinder", lautet die Botschaft eines wirklich fragwürdigen Bildes, das vom Außenministerium in einem Tweet veröffentlicht wurde.

Um ihren Anspruch zu untermauern, zeigt der Post mit dem Hashtag "We Stand with Yemen" lächelnde Gesichter von Kindern sowie Embleme saudischer Regierungsbehörden, wie das des Kommunikations- und Medienzentrums und des Außenministeriums selbst.

Der saudische Kronprinz Mohammed bin Salman übergibt UN-Generalsekretär Antonio Guterres einen Scheck über 930 Millionen US-Dollar für Hilfsgüter an den Jemen.

Diese Botschaft der Saudis kann in der Tat von jedermann in Frage gestellt werden, der auch nur halbwegs die Berichterstattung über die humanitäre Krise im Jemen verfolgt, selbst wenn diese in dem meisten Medien angesichts ihres Ausmaßes deutlich zu kurz kommt. Die Hungersnot ist tatsächlich das Gesicht dieses Krieges geworden. Und die Hilfsorganisationen geben an, dass Kinder am stärksten vom Nahrungsmangel und der desolaten Gesundheitsversorgung betroffen sind.

Bis zu 400.000 jemenitische Kinder leiden derzeit unter dem, was von UNICEF als "schwere akute Unterernährung" bezeichnet wird. Die Situation wird sich wahrscheinlich noch verschärfen, da ein wichtiger Hafen in der Provinz Hodeidah, über den humanitäre Lieferungen, Treibstoff und Handelsgüter angeliefert werden, von Saudi-Arabien oder seinen Verbündeten zerstört, beschädigt oder blockiert werden soll.

Jemen, eines der ärmsten Länder der arabischen Welt, ist heute "der schlechteste Ort, an dem man als Kind sein kann", wie die UN im vergangenen Jahr erklärten.

Abgesehen von der humanitären Krise steigt die Zahl der Todesopfer durch den Jemen-Konflikt im Laufe des Krieges. Vor kurzem hat ein vernichtender UN-Bericht alle Seiten im Konflikt dafür verantwortlich gemacht, Kriegsverbrechen begangen zu haben.

Luftangriffe der Saudi-geführten arabischen Koalition wurden als verantwortlich für die meisten der dokumentierten zivilen Opfer angesehen. UN-Ermittler erklärten, dass diese Luftangriffe wahllos auf „Wohngebiete, Märkte, Beerdigungen, Hochzeiten, Haftanstalten, Zivilboote und sogar auf medizinische Einrichtungen" abzielten.

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